WLTP – weltweit harmonisierter Zyklus für leichte Fahrzeuge

Trotz vieler objektiver Vorteile geriet der NEFZ zunehmend in die teils berechtigte Kritik, er sei nicht mehr repräsentativ für das durchschnittliche Fahrverhalten eines Fahrzeugs oder Fahrers. Daher haben die Mitgliedsstaaten des 98er-Abkommens der UNECE (darunter alle europäischen Staaten sowie Japan, die USA, China, Russland und Indien) beschlossen, unter dem Dach der UNECE eine neue Testprozedur, den WLTP, zu entwickeln. Sie soll das Fahrverhalten eines Fahrzeugs weltweit repräsentativ abdecken. Die Automobilindustrie hat diese Initiative maßgeblich unterstützt und vorangetrieben.

Der neue WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure) wurde anhand weltweit gesammelter Fahrdaten entwickelt und deckt Fahrsituationen vom Innenstadtverkehr bis zur Autobahnfahrt ab. Im Gegensatz zum NEFZ ist der WLTP wesentlich dynamischer, denn er hat deutlich mehr Beschleunigungs- und Bremsvorgänge als sein Vorgänger. Neben dem eigentlichen Fahrprofil wurde mit dem WLTP auch die Messprozedur international vereinheitlicht und an die aktuelle Fahrzeugtechnik angepasst. Fragen, bei welcher Temperatur ein Fahrzeug vermessen oder wie der korrekte Reifendruck definiert werden soll, werden berücksichtigt.


 
 
 

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