Lithium aus Lateinamerika: Umweltfreundlicher als gedacht

Nach einer neuen Studie ist der Lithium-Abbau besser als sein Ruf. Denn die Diskussion um den hohen Grundwasserverbrauch wird hierzulande mit veralteten Zahlen geführt.

Lithium: Wasserverbrauch wie Benzinverbrauch

Aber von wie viel Lithium und damit Wasser reden wir überhaupt bei einem Elektroauto? 12 Kilogramm gibt Tesla für sein Model S (86 kWh) an. Eine Studie der Forscherin Linda Ellingsen ermittelte 2014 für den Akku eines Ford Focus Electric (27 kWh) einen Lithiumanteil von 19 Kilogramm. Aktuell liegt der Durchschnitt bei etwa 15 Kilo. Damit wäre ein Akku im günstigsten Fall für einen Sole-Verbrauch von etwa 6000 Litern verantwortlich – im ungünstigsten Fall für rund 30.000 Liter.

Doch ob nun 6000 oder 30.000 Liter Sole in einer Wüste – das ist immer noch viel, keine Frage. Aber dem stehen zwischen 10.000 und 30.000 Liter Benzin oder Diesel gegenüber, die über seine Laufzeit in einen Verbrennungsmotor fließen. Es handelt sich also um etwa dieselbe Menge, aber mit einem Rattenschwanz an Folgen. In Nigeria sind durch die Erdölförderung Mangroven, Sümpfe, Flussarme und Trinkwasser verseucht. Und vor Mexiko verendeten nach der durch die Explosion der Förderplattform Deepwater ausgelösten Ölpest 2010 Millionen Vögel und Fische.

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Vergleichen wir das mit dem Wasserverbaruch bei der Produktion von z.B. Rindfleisch:

Umweltsünder Kakao, Kaffee und Fleisch Link zum Artikel

Vor allem die Genussmittel Kakao und Kaffee verbrauchen viel Wasser: Kakao hat mit 27.000 Litern pro Kilo den höchsten Wasserverbrauch, gefolgt von Kaffee mit 21.000 Litern und Rindfleisch mit 15.490 Litern.


 
 
 

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