Solarstrom schafft den Durchbruch – ohne Subventionen

Artikel aus Handelsblatt vom 5.02.2020

Photovoltaik galt lange als teuer und hat die Verbraucher Milliarden gekostet. Jetzt rechnet sich die Technologie erstmals auch ohne staatliche Unterstützung.

Düsseldorf Während die Windbranche in Deutschland eine nie da gewesene Flaute erlebt, wächst der heimische Solarmarkt endlich wieder – und nicht nur das. Zum ersten Mal ist Sonnenenergie so rentabel, dass Solarparks ganz ohne Fördergelder gebaut werden. Das Unternehmen Naturstrom will seine Kunden nun als erster deutscher Versorger mit subventionsfreiem Solarstrom aus einem Park in Bayern versorgen, wie das Handelsblatt vorab erfuhr.

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Mittlerweile kostet eine Kilowattstunde Solarstrom in der Herstellung nur noch zwischen vier und fünf Cent, in manchen besonders sonnenreichen Regionen sogar noch weniger. Dazu kommen ein gestiegener Großhandelspreis und ein deutlich teurerer CO2-Preis auf europäischer Ebene. In manchen Regionen ist Solarenergie schon jetzt die günstigste Form der Energieerzeugung.

Mit den sinkenden Preisen steigt auch wieder die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen in Deutschland. Im vergangenen Jahr zog das Interesse an solaren Systemen laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) um 30 Prozent an. 2019 wurden Solarstromanlagen mit einer Leistung von knapp vier Gigawatt neu installiert. Mit rund 50 Gigawatt Leistung decken die Anlagen laut BSW etwa neun Prozent des bundesdeutschen Nettostromverbrauchs.

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