Archiv der Kategorie ‘Energie erzeugen PV, Wind, Bio‘

 
 

PV-Strom speichern: Marktentwicklung und Systemvergleich

Artikel von Jörg Sutter Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergei e.V. vom 1.4.22

………. “So wurden im vergangenen Jahr 141.000 neue Heimspeicher in Deutschland installiert, ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2020 (siehe Bild 2). Insgesamt 413.000 Speichersysteme nehmen damit über den Tagesverlauf Strom aus PV-Anlagen auf, um ihn am Abend und in der Nacht wieder in den jeweiligen Haushalt abzugeben. Einen Schub hin zu größeren Batteriespeicher hat auch die politische Entscheidung im vergangenen Jahr verursacht, die Grenze für Abführung von EEG-Umlage von 10 auf 30 kWp zu erhöhen. Danach wurden deutlich mehr größere PV-Anlagen mit dann auch größerem Speichervolumen errichtet”……..

Link zum mArtikel

VDE zu Steckerfertigen PV-Anlagen

Immer mehr Menschen beschäftigen sich privat mit der Energiewende. Denn schon Zuhause fängt sie an. Eine Möglichkeit, sie privat umzusetzen sind zum Beispiel steckerfertige PV-Anlagen für den Balkon. Eine Lösung, die die Chance bietet, sich am großen Energiesystem zu beteiligen. Wichtig muss dabei sein, dass Anschluss und Betrieb der kleinen Anlage in jeder Situation sicher sind. Grundlage dafür ist das VDE Vorschriftenwerk. Hier sind auch Erzeugungsanlagen mit speziellen Steckern – also beispielsweise steckerfertige PV-Anlagen – berücksichtigt.

Link zum Artikel von VDE

Weiterbetrieb von PV-Anlagen nach dem Ende der EEG‍-‍Vergütung

Beitrag von “Milk the Sun” März 2022

In den kommenden Jahren werden zunehmend PV-Anlagen aus der staat­lichen Förderung herausfallen, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf 20 Jahre begrenzt ist. Wir zeigen wir auf, welche Optionen Betreiber solcher Anlagen nach Ablauf der staatlichen Bezu­schuss­ung haben.

zum Artikel

Was bedeutet: „zwei Prozent der Landesfläche“?

„Mit dem Wind-an-Land-Gesetz werden wir zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie reservieren“. So steht es in der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 11. Januar 2022. Die Zwei-Prozent-Angabe spielt schon lange eine wichtige Rolle in der Debatte um den Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland. Was aber bedeutet „zwei Prozent“ genau?

Artikel vom Solarenrgie Förderverein Horst Kluttig und Rüdiger Haude 26.01.2022

Steuererleichterungen für kleine Photovoltaik-Anlagen konkretisiert

Steuertipps: Das Bundesfinanzministerium wollte Betreiber kleiner Photovoltaik-Anlagen entlasten, indem es eine Befreiung von der Steuerpflicht gewährte. Doch die gut gemeinte Regelung lässt viele Fragen offen und wirft neue auf. Ein kürzlich veröffentlichtes Update beantwortet einige davon.

Anfang Juni hat das Bundes­finanzministerium (BMF) eine Verwaltungsanweisung veröffentlicht, um die Finanz­ämter und Anlagenbetreiber von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Auf Antrag lassen sich kleine Photovoltaik-Anlagen von der Steuerpflicht befreien. Zustande gekommen ist die Vereinfachungsregelung, nachdem der Bundesrat schon im vergangenen Jahr die Bundesregierung mehrfach aufgefordert hatte, für Photovoltaik-Anlagen bis zehn Kilowatt im Einkommensteuergesetz eine Steuerbefreiung zu schaffen.

Hier weiterlesen auf Sonnenseite von Franz Alt zum Artikel

Ü20-Anlagen: Wie geht es 2022 weiter

Artikel vom Solarenergie Förderverein  Susanne Jung 16.12.2021

Was bringt 2022 für Ü20-Anlagen?

Alle ausgeförderten Anlagen können genau wie die Anlagen, die bereits 2021 aus der Vergütung gefallen sind, als Volleinspeiseanlagen betrieben oder auf Eigenverbrauch umgerüstet werden. Der Anspruch auf Netzanschluss, sowie die vorrangige Stromabnahme und -weiterleitung bleibt bestehen.

Auf der Informationsplattform der Übertragungsnetzbetreiber kann man regelmäßig verfolgen, wie sich die Marktwerte für Erneuerbare Energien am Spotmarkt entwickeln. Der daraus errechnete Jahresmarktwert ist Grundlage für die Vergütung für netzeingespeisten Strom aus ausgeförderten Anlagen.

In 2021 lagen die Monatsmarktwerte deutlich über dem Durchschnitt des Jahres 2020. Es ist bereits jetzt abzusehen, dass damit für Ü20-Anlagen ein höherer Jahresmarktwert erzielt wird als Anfang 2021 noch angenommen. Anlagenbetreiber:innen können mit ca. 7,5 – 8,5 Ct/kWh rechnen.

Zum SFV

Bifaziale Solaranlagen: Technik, Ertrag und Anbieter

Bifaciale Solarzellen sind „zweiseitige“ Zellen, die das einfallende Licht nicht nur über die Vorder-, sondern auch über die Rückseite nutzen können. Eine zweite Glasscheibe auf der hinteren Modulseite sorgt dafür, dass indirektes Licht durch reflektierte Sonnenstrahlen von hinten an die Zellen gelangt. So erzielt das Modul einen höheren Wirkungsgrad. Vom Prinzip her sind bifaziale Photovoltaik-Module nichts anderes als PV-Module, deren vollflächiger Rückkontakt durch einen Fingerprint-Kontakt ersetzt wurde. Dies macht Sinn bei z. B. Flachdachanlagen, um die Dachreflektion zu nutzen. Sie machen auch ganz neue Anwendungen wie z. B. eine vertikale Aufstellung in der Agrophotovoltaik möglichen. Der Ertrag bifazialer Solarmodule ist jedoch nicht doppelt so hoch, sondern systembedingt um rund 15% höher als normale Module.

zum Artikel bei Energie Experten

Onlinerechner für Stecker-Solargeräte

Unter anderem in Kooperation mit Indielux, einem Hersteller für Stecker-Solargeräte, der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wollten die Wissenschaftler*innen der HTW Berlin für Transparenz sorgen, was ein Stecker-Solargerät eigentlich leisten kann. „Hierfür haben wir mit 1,3 Millionen Jahressimulationen verschiedene technische Parameter wie die Einbausituation oder die Modulleistung variiert und mit 41 Wohnungs- und Haushaltslastprofilen verschnitten“, sagt Nico Orth, ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt. „Um die Ergebnisse spielerisch erfahrbar zu machen, wurden sie zu einem Onlinetool, dem Stecker-Solar-Simulator, verdichtet“, ergänzt Orth. Somit lassen sich die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen mittels Schieberegler und Mausklick einfach vergleichen.

Link zum Simulator

Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland

Zusammengestellt von Dr. Harry Wirth, Fraunhofer ISE | Fassung vom 19. November 2021

Deutschland lässt das fossil-nukleare Energiezeitalter hinter sich. Photovoltaik wird in unserer nachhaltigen Energiezukunft eine bedeutende Rolle spielen. Die vorliegende Zusammenstellung aktuellster Fakten, Zahlen und Erkenntnisse soll eine gesamtheitliche Bewertung des Photovoltaik-Ausbaus in Deutschland unterstützen.

Eine eindrucksvolle Aussage (auf Seite 43) zur Effektivität von PV-Anlagen im Vergleich zur Produktion von  Biokraftstoff: Mit dem PV-Strom einer 1ha großen PV-Anlage fährt ein E-Auto 190 mal so weit wie ein Diesel PKW, der mit Biokraftstoff aus Raps fährt, das auf der gleichen Fläche angebaut wird.

 

 

Solarstromausbau für den Klimaschutz Studie HTW 2021

Wie viel Photovoltaik ist in Deutschland zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens erforderlich.

Studie HTW Hochschule für Technik und Wirtschasft Berlin  Version 1.0 (November 2021)
Vorwort
Die neue Bundesregierung beabsichtigt Deutschlands „Klima-, Energie- und
Wirtschaftspolitik auf den 1,5-Grad-Pfad“ auszurichten [1]. Damit würde
Deutschland das Pariser Klimaschutzabkommen erfüllen, das die Begrenzung
der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C, fordert.
Auch das Bundesverfassungsgericht hat das Einhalten dieser Ziele ange-
mahnt. Das aktuelle deutsche Klimaschutzgesetz sowie der Koalitionsvertrag
der Ampelparteien sehen allerdings nur die Klimaneutralität bis 2045 vor. Dies
genügt nicht den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens.
Deutschland müsste dafür seine Kohlendioxidemissionen bereits spätestens
2035 auf null zurückführen, um wenigstens einen Beitrag zur Begrenzung der
globalen Erwärmung auf 1,7 °C zu leisten.

Kernergebnisse der Studie „Solarstromausbau für den Klimaschutz“

  • Deutschland muss zwischen 2030 und 2035 kohlendioxidneutralwerden, um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten.
  • Alle Sektoren müssen weitgehend elektrifiziert werden, um den Energiebedarf ausreichend senken zu können.
  • Ab 2025 sollten keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor neu zugelassen und keine Gas- oder Ölkessel neu eingebaut werden.
  • Die installierte Windkraftleistung muss möglichst auf 200 GW an Landund 70 GW auf See ausgebaut werden.
  • Ohne importierten grünen Wasserstoff ist die Energiewende in der Kürze der Zeit nicht realisierbar.
  • Der Zubau der Photovoltaik muss erheblich gesteigert werden, von derzeit 6 GW/a auf 45 GW/a im Referenzszenario. Damit würde die installierte Photovoltaikleistung von derzeit 59 GW auf 590 GW verzehnfacht werden.

Link zur Studie