Archiv der Kategorie ‘Elektromobilität‘

 
 

Wasserstoffspeicherung im KFZ

Bei den Wasserstoffautos mit Brennstoffzellen ist ein Problem die Wasserstoffspeicherung.

Es gibt mehrere Techniken. Die derzeit wichtigste ist die Speicherung in Drucktanks bei Drücken bis zu 700 Bar.

hier eine Übersicht über die Speichertechniken

Faktencheck: Welches Auto hat die beste Klimabilanz?

Von Prof. Dr. Volker Quaschning, 09.08.2019

Eigentlich lässt sich die Frage ganz klar beantworten: Gar kein Auto. Die Herstellung eines Autos verschlingt große Mengen an Rohstoffen und Energie, wobei wiederum große Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen freigesetzt werden. Anfang des Jahres 2019 gab es in Deutschland 47, 1 Millionen Pkws [Kba19]. Auf 1,7 Einwohner kam bereits ein Auto. Wollte man den deutschen Lebensstil auf den Rest der Welt übertragen, bräuchte man für die 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde rund 4,5 Milliarden Autos. Dafür müsste die Zahl der Autos weltweit rund verdreifacht werden. Es ist schwer vorstellbar, wie so wirksamer Klimaschutz realisiert werden soll und woher die dafür nötigen Rohstoffe stammen sollen, egal welcher Antrieb für die Autos dabei am Ende verwendet wird. Wollen wir die Klimakrise in den Griff bekommen, müssen der öffentliche Personenverkehr sowie die Fahrradinfrastruktur schnell und umfassend ausgebaut und intensiv genutzt werden sowie Konzepte zur wirksamen Verkehrsvermeidung erstellt und erfolgreich umgesetzt werden. Es gibt aber trotzdem viele Menschen, die können oder wollen nicht auf ein Auto verzichten.

Zu folgenden Aussagen werden in dem Artikel Fakten genannt.

  • Elektroauto versus Diesel

Aussage: In vielen Studien schneidet das Elektroauto schlechter ab als der Diesel. Darum kann und muss man auch weiter auf den Diesel setzen.

  • Wasserverbrauch für Lithiumbatterien

Aussage: Die Herstellung von Lithiumbatterien verschlingt Unmengen an Wasser. Darum ist das Elektroauto keine Alternative.

  • Kinderarbeit für Lithiumbatterien

Aussage: Bei der Herstellung von Lithiumbatterien kommen seltene Erden und Kobalt zum Einsatz, das unter unwürdigen Bedingungen mit Kinderarbeit gewonnen wird.

  • Netzüberlastung durch Elektroautos

Aussage: Wenn wir nur noch Elektroautos haben und alle gleichzeitig laden, bricht das deutsche Stromnetz zusammen.

  • Wasserstoffauto versus Batterie

Azússage: Für den Klimaschutz sollten wir besser auf das Brennstoffzellenauto anstatt auf das Batterieauto setzen.

Link zum Artikel


Klimabilanz von Elektroautos

Einflussfaktoren und Verbesserungspotenzial

Erstellt im Auftrag von  Agora Verkehrswende April 2019

Fest steht: Noch fahren E-Autos in Deutschland mit Strom, der zur Hälfte aus Kohle und Erdgas erzeugt wird. Hinzu kommt, dass die Herstellung von Batteriezellen viel Energie benötigt und darüber in den Herkunfts ländern der Zellen (China, Japan, Korea) Kohlendioxid- Emissionen erzeugt. Unterm Strich hat deshalb ein E-Auto in der Produktion einen größeren ökologischen Rucksack als ein vergleichbarer Verbrenner; um diesen Nachteil wettzumachen muss es einige Tausend Kilomter mit möglichst CO₂-armem Strom zurücklegen. Dennoch sind Elektrofahrzeuge gegenüber Verbrennern schon heute im Vorteil, mal mehr, mal weniger. Und der Vorsprung wird wachsen, je schneller die Potenziale ausgeschöpft werden, die es im Hinblick auf CO₂-Minderung gibt sowohl über den Fahrstrom als auch bei der Batterieherstellung.

Zentrale Ergebnisse

  • In allen untersuchten Fällen hat das Elektroauto über den gesamten Lebensweg einen Klimavorteil gegenüber dem Verbrenner.
  • Der Klimavorteil des Elektroautos wächst, wenn der Ausbau der Erneuerbaren im Rahmen der Energiewende forciert wird; denn die Antriebsenergie ist die wichtigste Einflussgröße auf die Klimabilanz.
  • Mit den Fortschritten bei der Batterieentwicklung insbesondere durch effizientere Fertigungsprozesse, höhere Energiedichte, verbesserte Zellchemie und CO₂-ärmeren Strom bei der Herstellung kann die Klimabilanz der Batterie in den kommenden Jahren mindestens halbiert werden.
  • Die Batteriezell-Fertigung auf Basis eines möglichst hohen Anteils Erneuerbarer Energien, kann europäischen Ländern einen Standortvorteil verschaffen.
  • Mehr Transparenz zur Klimabilanz der Batterien ist Voraussetzung, um weitere Verbesserungspotenziale über den gesamten Lebensweg erschließen zu können.

ganze Studie hier lesen

Wie klimafreundlich sind Elektroautos?

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit     Stand: 10.01.2019

Die Analyse der Klimabilanz eines Elektroautos, genauer gesagt der spezifischen klimarelevanten Emissionen pro Fahrzeugkilometer über dessen Lebensdauer, zeigt, dass die Treibhausgasemissionen eines rein batterieelektrischen Fahrzeugs  selbst unter Berücksichtigung des deutschen Strommix geringer ausfallen als bei vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, und das schon für ein heute gekauftes Fahrzeug.

Über ein Fahrzeugleben hinweg liegen Elektroautos bei den CO2-Emissionen unterhalb ihrer mit fossilen Kraftstoffen betriebenen Pendants. Dieser Klimavorteil wird mit jedem Jahr, in dem die Energiewende im Strombereich voranschreitet, größer.

Studie hier lesen

Wie das Elektroauto schlechtgerechnet wird

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

Der tatsächliche CO2-Ausstoß eines E-Autos hängt von mehreren Faktoren ab. Wir haben fünf wichtige Variablen der Ifo-Studie genauer untersucht und festgestellt: Sobald man etwas optimistischere und realistischere Werte einsetzt als das Sinn-Team, hat der Diesel kaum noch eine Chance gegen das E-Auto.

Variable 1: Die Leistung des Motors

Variable 2: Die Kapazität der Batterie

Variable 3: Der Produktionsstandort der Batterie

Variable 4: Der Strommix beim Aufladen

Variable 5: Die Laufleistung der Batterie

Fazit

Die Studie rechnet das Elektroauto schlecht – vor allem, weil sie allein vom Status quo in Deutschland ausgeht und von einer relativ CO2-intensiven Herstellung der Batterien. Doch beides soll und wird sich ändern – und so die CO2-Bilanz von Elektroautos deutlich verbessern.Hinzu kommt, dass E-Auto-Besitzer bereits heute ihr Auto in Deutschland mit Ökostrom tanken können – und dies auch tun und so die Nachfrage nach sauberem Strom ankurbeln. Zudem darf mit einer längeren Laufzeit als 150.000 Kilometer gerechnet werden. Unter Idealbedingungen kommt ein Tesla Model 3 mit großer 75-kWh-Batterie so auf einen CO2-Ausstoß von nur noch 31 Gramm pro Kilometer – statt der berechneten 155 Gramm.

ganzen Artikel auf Spiegel Online hier lesen

Weiterentwicklung und vertiefte Analyse der Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen

von Hinrich Helms, Julius Jöhrens, Claudia Kämper, Jürgen Giegrich, Axel Liebich, Regine Vogt, Udo Lambrecht ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, Heidelberg   Im Auftrag des Umweltbundesamtes

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 einen Massenmarkt für Elektrofahrzeuge zu schaffen. Zur Umwelt-und Ressourcenbewertung der verschiedenen Konzepte sind Analysen twnoendig, die den gesamten Lensbeweg eines Fahrzeugs betrachten. Dabei wird in dieser Studie der methodische Blick stärker als bisher auf eine Gesamtbetrachtung von input-bezogenen Ressourcenaspekten erweitert. Tendenziell zeigen sich in den Bewertungsansätzen gleichgelagerte Ergebnisse für die einzelnen Lebenswegabschnitte:

Vorteile haben Elektrofahrzeuge potenziell in der Nutzungsphase durch die hohe Energieeffizienz des Antriebsstrangs und insbesondere durch den zukünftig steigenden Anteil eneuerbarer Energien in der Strombereitstellung. Klimabilanz und kumulierter Energieaufwand werden überwiegend durch die Nutzungsphase beeinflusst und zeigen daher in der Gesamtbetrachtung Vorteile für Elektrofahrzeuge.

Nachteile fürElektrofahrzeuge ergeben sich vor allem bei der Fahrzeugherstellung. Kumulierte Rohstoffaufwand, Wasserbedarf sowie Versauerung und gesundheitliche Be-lastungen werden überwiegend durch die Herstellung der Fahrzeuge beeinflusst und zeigen daher aktuell in der Gesamtbetrachtung Nachteile für Elektrofahrzeuge.

gesamte Studie hier lesen

Brennstoffzellen- und Batteriefahrzeuge VDI/VDE-Studie Mai 2019

VDI-GEU,VDI-FVTundVDE/ETG haben im Rahmen einerinterdisziplinären Arbeitsgruppe aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrie versucht, den derzeitigen Entwicklungstand von Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) und batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) darzustellen. Durch Einbindung von vielfältigem Sachverstand sollen relevante technische, ökologische und ökonomische Aspekte beider Technologien angemessen bewertet werden.

Die Analysen konzentrieren sich vorrangig auf den Pkw-Bereich; der Lkw-Sektorb leibt trotz seiner energie-und klimapolitischen Relevanz ausgespart genauso wie andere Optionen, z.B.synthetische Kraftstoffe.

Ziel dieser Studie ist ein möglichst objektiver Vergleich der Vor-und Nachteile, umVertretern aus Politik, Medien und interessierter Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich ausgewogen zu informieren.

Studie_Brennstoffzellen_und_Batteriefahrzeuge_

Expertenstreit: Ist Brennstoffzelle oder Akku klimafreundlicher?

Ein Gutachten des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme sorgte für kurzem für Aufsehen: Denn die Experten sahen Elektroautos mit Wasserstoff als Energiespender in Sachen CO2-Ausstoß klar im Vorteil gegenüber solchen mit Lithiumionen-Batterie – zumindest auf der Langstrecke. Jetzt kritisiert ein niederländischer Forscher die Studie und spricht von einem „dreckigen Trick“.

Artikel (EDISON) hier lesen

Vorurteile: Diese Argumente gegen Elektroautos sind Quatsch

Ein Ingolstädter Professor argumentiert mit falschen und veralteten Zahlen gegen die Elektromobilität. Mittlerweile hält sich ein gutes Dutzend falscher Vorwürfe – ein paar Kritikpunkte hingegen lassen sich nicht widerlegen. Wir klären auf.

Beitrag und kritisierter Atrtikle auf EDISON hier lesen 

Batterie oder Brennstoffzelle, was ist die Zukunft ????

Der Ausbau von Wasserstoff könnte Milliarden einsparen, zeigt eine Studie der ADAC-Stiftung. Macht die Brennstoffzelle der Batterie doch noch Konkurrenz?

Das Auto von morgen ist elektrisch. Das stellt mittlerweile wohl fast niemand mehr infrage. Aber fährt der Pkw der Zukunft mit einer schweren Batterie herum, oder erzeugt er Strom mithilfe von Wasserstoff? Darüber streiten Anhänger beider Systeme.

Insgesamt könnte ein gleichberechtigter Ausbau der beiden Technologien Kosten von bis zu sechs Milliarden Euro pro Jahr einsparen, rechnen die Autoren der Studie vor. Weil Wasserstoff-Tankstellen, anders als stromtankende Ladesäulen, keine zusätzlichen Engpässe im Verteilnetz schaffen würden, könne der Hauptausbaubedarf für die Stromverteilnetze zeitlich nach hinten verschoben und verringert werden. Für ihre Analyse gehen die Forscher von 40 Millionen emissionsfreien Pkws auf deutschen Straßen im Jahr 2050 aus.

Artikel im Handelsblatt hier lesen