Archiv der Kategorie ‘Allgemeines zum Klimawandel‘

 
 

E-Fuels: Ölkonzerne auf der Suche nach dem Ersatztreibstoff

Wenn sich Ölkonzerne Gedanken darüber machen, ob und wie eine klimafreundliche Mobilität ohne fossile Kraftstoffe funktionieren kann. Sägen sie etwa selbst ausgerechnet an dem Ast, auf dem sie seit fast eineinhalb Jahrhunderten bequem und ertragreich sitzen?
……Die Zukunft der Mobilität, so meint Langhoff, würde aus einem Mix verschiedener Technologien bestehen: „In Deutschland hat die BP-Tochter Aral als Marktführer bereits in diesem Jahr erste Ultraschnellladesäulen für E-Autos eröffnet und gehört damit zu den ersten Anbietern für ultraschnelles Laden an Tankstellen.” Doch das sei nur eine Seite der Medaille. „Unabhängige Studien zeigen, dass der Verbrennungsmotor weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird”, so der BP-Chef, „wenn auch zunehmend im Zusammenspiel mit Elektromotoren und in Kombination mit Bio- sowie synthetischen Kraftstoffen. Die Infrastruktur ist sofort nutzbar und eine Beschleunigung der CO2-Reduzierung kann erfolgen.”

„Blauer“ Wasserstoff gegen den Klimawandel

Artikel aus INGENIEUR.de vom 04.11.2019

Wenn „grüner“ Wasserstoff in absehbarer Zukunft nicht wirtschaftlich herzustellen ist, soll es eben „blauer“ sein. Der Unterschied: Ersterer wird in Elektrolyseuren hergestellt, die mit emissionsfreiem Strom betrieben werden. Letzterer entsteht durch Abspaltung des Kohlenstoffatoms aus Erdgas. Dabei wandelt sich der Kohlenstoff in ein Dioxid um oder er bleibt als Feststoff übrig.

Für Hans-Josef Fell, ehemaliger Bundestagsabgeordneter von Bündnis90/Die Grünen, ist das Projekt inakzeptabel. Die Erdgaswirtschaft täusche mit dem neuen Begriff „blauer Wasserstoff“ lediglich Aktivitäten für den Klimaschutz vor. Zudem bezweifelt er, dass die Endlager über Jahrhunderte dicht bleiben.

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Power-to-Liquid: CO2-neutraler Kraftstoff aus Luft und Ökostrom

Aus Ökostrom Kraftstoff gewinnen 

Artikel von next-mobility.news | Redakteur: Katharina Juschkat

Forscher des KIT haben gemeinsam mit Partnern eine kompakte Anlage entwickelt, die aus Ökostrom und CO2 Kraftstoff herstellen kann. Das Verfahren findet Platz in einem Container und ist dezentral einsetzbar.

In vier Schritten zum Kraftstoff

Im ersten Schritt gewinnt die Anlage Kohlendioxid aus der Umgebungsluft in einem zyklischen Prozess. Die Direct-Air-Capture-Technologie von Climeworks, eines Spin-offs der ETH Zürich, nutzt dazu ein speziell behandeltes Filtermaterial. Wie ein Schwamm nehmen die luftdurchströmten Filter Kohlendioxidmoleküle auf. Unter Vakuum und bei 95 Grad Celsius löst sich das anhaftende Kohlendioxid wieder von der Oberfläche und wird abgepumpt.

Im zweiten Schritt erfolgt die gleichzeitige elektrolytische Spaltung von Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf.

Im dritten Schritt werden nach dem Fischer-Tropsch-Verfahren aus dem Synthesegas langkettige Kohlenwasserstoffmoleküle gebildet, die Rohprodukte für Kraftstoffe.

Der vierte Schritt optimiert schließlich die Qualität des Kraftstoffes und die Ausbeute.

Dezentral einsetzbar, wo Ökostrom vorhanden ist

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Bürger*innen wollen mehr Erneuerbare Energien

Berlin, 18. Oktober 2019 – Kaum ein Thema war in den vergangenen Monaten so präsent wie der Klimaschutz. Ein großer Baustein im Aufhalten des menschengemachten Klimawandels ist die Umsetzung der Energiewende. „Erneuerbare Energien können sehr viel dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen in Deutschland zu reduzieren, und zwar im Strom-, Verkehrs- und Wärmesektor“, sagt Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Die deutsche Bevölkerung weiß, wie wichtig Erneuerbare dafür sind. Unsere neue Akzeptanzumfrage zeigt, dass die Menschen die Energiewende wollen.“

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Die Zustimmung zu den Erneuerbaren Energien spiegelt sich auch darin wider, dass 64 Prozent der Befragten es sehr gut beziehungsweise eher gut fänden, wenn Erneuerbare-Energie-Anlagen in ihrer Nachbarschaft stünden. Bei Kohle- und Atomkraftwerken sind es jeweils nur acht Prozent. „Besonders bemerkenswert ist, dass die Zustimmung sogar noch steigt, wenn die Befragten bereits Erfahrungen mit diesen Anlagen in ihrer Nachbarschaft haben“, so Brandt. So nimmt die Befürwortung hinsichtlich eines Solarparks in der eigenen Nachbarschaft von 66 auf 78 Prozent zu, wenn sich bereits ein Solarpark in der unmittelbaren Umgebung befindet. Auch bei Windenergie- und Biogasanlagen ist dieser positive Effekt zu sehen.

Wasserstoff und Energiewende

Papier vom Bundesministerium Wirtschaft und Energie 5.11.2019

Wasserstoff: ein wichtiges Element für die Energiewende Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbar. In beiden Feldern ist in den vergangenen Jahren sehr viel erreicht worden. Für den Erfolg der Energiewende brauchen wir jedoch neben erneuerbaren Energien, die wir direkt nutzen können, oder Strom aus erneuerbaren Quellen weitere Bausteine: Dies sind die gasförmigen Energieträger, insbesondere CO2-freier Wasserstoff.

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Was werden wir tun? – Die Nationale Strategie Wasserstoff: Wegbereiter für CO2-freien Wasserstoff Die Erzeugung, der Import und die Nutzung von CO2-freiem Wasserstoff werden zukünftig eine wichtige Rolle für die deutsche Wirtschaft spielen. Die Bundesregierung will mit der Nationalen Strategie Wasserstoff den Weg dahin bereiten und die Aktivitäten verzahnen und bündeln. Damit schaffen wir einen Rahmen, der die industrie-, energie-, klima-, innovations- und entwicklungspolitischen Chancen von Wasserstoff vereint. Ziel ist es, Innovationen und Investitionen in die vielfältigen Technologien zur Erzeugung und Weiterverarbeitung, Transport und Speicherung sowie Verwendung von CO2-freiem Wasserstoff zu fördern und die gute Ausgangsposition der deutschen Industrie zu unterstützen. So wollen wir sicherstellen, Technologieführer zu sein und zu bleiben. Dazu werden wir mit der Nationalen Strategie Wasserstoff einen Aktionsplan erarbeiten, der die aus heutiger Sicht notwendigen Schritte aufzeigt, um dieses gemeinsame und für den Erfolg der Energiewende wichtige Ziel zu erreichen.

Kurzpapier Wasserstoff bmbf 2019

Stellungnahme von Hans Josef Fell zu dem Papier Stellungnahme

Das RP-Energie-Lexikon

Dieses Energie-Lexikon erklärt in sachlich neutraler, verständlicher und praxisnaher Weise viele Grundbegriffe, Fakten und Zusammenhänge im Fachbereich Energie. Es richtet besonderes Augenmerk auf die Aspekte Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Umweltschutz und Umwelttechnik und ist dabei allein dem Gemeinwohl verpflichtet.

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Klimaschutz gegen Umweltschutz

Artikel von Dietrich Murswiek stellt die klimaschützenden Wirkungen der erneuerbaren Energien komplett in Frage.

Dieser Text erschien mit geringfügigen redaktionellen Änderungen am 13.9.2019 auf FAZ EINSPRUCH

Der weitere Ausbau der Windenergie setzt eine Bilanzierung von Nutzen und Schä-den für die Umwelt vorausKlimaschutz dient dem Umweltschutz. Wir schützen „das Klima“ nicht um seiner selbst willen. Mit „Klimaschutz“ ist der Schutz gegen eine menschengemachte Erderwärmung gemeint, die wegen ihrer befürchteten negativen Folgen für die Umwelt und für die Menschen bekämpft werden soll. Wenn es zutrifft, dass die Emission von CO2 und anderen Treibhausgasen wesentlich für den Klimawandel verantwortlich ist, und wenn es außerdem zutrifft, dass wegen des Klimawandels schwerwiegende Beeinträchtigungen der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu erwar-ten sind, dann ist eine Klimapolitik, die dem entgegenwirkt, nicht nur politisch geboten, sondern dann ist sie auch verfassungsrechtlich verbindliche Pflicht der Staatsorgane. Der Staat ist gemäß Artikel 20a des Grundgesetzes zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichtet –gleichgültig, wodurch sie beeinträchtigt werden, und selbstverständlich auch dann, wenn die Be-einträchtigung durch CO2-Emissionen erfolgt oder durch Vernichtung von sogenannten „Senken“ (beispielsweise Wäldern), die CO2 aus der Luft entnehmen und chemisch umwandeln.

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Deutschlands Rechnung zur Energiewende geht nicht auf

Artikel aus dem Handelsblatt vom 8.10.2019

Eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien ist derzeit unrealistisch. Ein Erdgas-Ausstieg wäre daher unverantwortlich – zumal die CO2-Bilanz gering ist.

Deutschland hat ein gravierendes Problem, das sich in zwei Zahlen fassen lässt: Der gesamte Endenergieverbrauch beläuft sich auf 2500 Terawattstunden jährlich. Dem stehen nur 180 Terawattstunden gegenüber, die mittels Wind und Sonne produziert werden. Zwischen diesen beiden Zahlen klafft eine riesige Lücke.

Sie wurde bislang im Wesentlichen mithilfe fossiler Brennstoffe und von Atomkraftwerken geschlossen. Die Nutzung der Kernenergie wird in Deutschland – aus guten Gründen – schon Ende 2022 Geschichte sein. Der Ausstieg aus der Kohle ist beschlossene Sache. Zugleich wird der Ausstieg aus der Nutzung von Öl im Verkehrs- und im Gebäudesektor mit hohem finanziellem Aufwand eingeleitet.

Was bleibt also, um die Lücke zwischen 2500 und 180 Terawattstunden zu schließen? Die Potenziale von Biomasse und Wasser gelten als ausgereizt – auch aus politischen Gründen. Der Anteil von Wind und Sonne wird also weiter wachsen müssen. Und zusätzlich wird Erdgas als letzter fossiler Energieträger noch über viele Jahre eine wichtige Rolle spielen.

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Die Klimakrise ist unser dritter Weltkrieg

Es ist höchste Zeit etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen. Wenn nicht, dann droht unserer Zivilisation das Ende, so zumindest die Meinung vieler Forscher. Auch Nobelpreisträger Joseph Stiglitz warnt: Der Klimanotstand ist unser 3. Weltkrieg.
FOCUS Magazin | Nr. 25 (2019)  hier lesen

Erdgas leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz

Der Umstieg von Kohle und Erdöl auf Erdgas beschleunigt den Klimawandel durch alarmierende Methanemissionen

Energy Watch Group Erdgasstudie September 2019

Erdgas wird immer wieder als klimafreundliche Alternative für den Strom-und Wärmebereich dargestellt und als „Brückentechnologie“ eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einem nachhal-tigen Energiesystem zugeschrieben. Betrachtet man jedoch neben den Kohlendioxidemissi-onen auch die Methanemissionen, so zeigt sich, dass eine auf Erdgas basierende Klimaschutz-strategie das genaue Gegenteil bewirkt. Einsparungen von Kohlendioxid bei der Verbren-nung vor Ort werden nur durch deutliche Erhöhungen der Methanemissionen in der Gesamt-kette erkauft. Insgesamt erhöhtdie Umstellung von Kohle und Erdöl auf Erdgas in Kraftwerken und Heizungen sogar den Treibhauseffektdes Energieverbrauchsum rund 40%.Gekoppelt mit gleichzeitigen Hemmnissen für erneuerbare Energiequellen wird so ein zukunftsfähiges emissionsfreies Wirtschaftssystem verhindert und wirksamer Klimaschutz blockiert. Dennoch wird das höchst klimaschädliche Erdgas weiterhin von vielen Regierungen mit Subventionen und durch indirekte Fördermaßnahmen unterstützt, trotzparalleler Bekenntnissefür die damit unvereinbaren Pariser Klimaschutzziele.

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