Archiv der Kategorie ‘Allgemeines zum Klimawandel‘

 
 

Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz

Lösungen im Dialog finden

Das Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz von BUND und NABU Baden-Württemberg engagiert sich seit 2012 dafür, dass die überfällige Energiewende naturverträglich erfolgt. Es berät, schult und informiert Naturschutzinteressierte und moderiert bei Konflikten zwischen den Beteiligten – immer in der Überzeugung, dass sich im konstruktiven Dialog die besten Lösungen finden lassen.

Themenbereiche: Windenergie, Solarenergie, Stromnetze, Klima und Energie

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Klima-Pakt Ihr Bekenntnis zu wirksamem Klimaschutz

Was soll der Klima-Pakt bewirken?

Alle am Klima-Pakt Beteiligten tragen persönlich dazu bei, den CO2-Verbrauch im privaten und beruflichen Bereich auf das Notwendigste zu reduzieren.

Ganz konkret verpflichten sie sich, ihren aktuellen persönlichen CO2-Fußabdruck über den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes im Internet festzustellen und dafür zu sorgen, dass dieser mindestens ein Viertel unter dem deutschen Durchschnitt liegt oder dieses Ziel spätestens innerhalb eines Jahres erreicht wird. Dieser Durchschnittswert liegt derzeit (2020) bei 11,6 Tonnen; ein Viertel weniger entspricht 8,7 Tonnen. Mittelfristig ist vollständige Klimaneutralität anzustreben.

Durch diesen persönlichen Einsatz soll auch den Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft signalisiert werden, dass eine große Bevölkerungsschicht bereit ist, auch persönlich einschränkende Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion mitzutragen, wenn es um die Rettung des Klimas und die Zukunft unserer Nachkommen geht.

Wasserstoff für Europa soll aus der Wüste kommen

Artikel in der Zeitschrift b”Erneuerbare Energien” vom 26.11.2019

Desertec hat sein Geschäftsmodell geändert. In Zukunft liegt der Schwerpunkt nicht mehr auf Strom für Afrika, sondern auf Wasserstoff, der nach Europa geliefert werden soll.

Lange hat man nichts mehr von Desertec gehört. Was 2009 als vermeintliche Lösung der Energieversorgung Europas mit Sonnen- und Windstrom aus der Wüste gestartet ist, hat inzwischen ein neues Ziel bekommen. Denn die beteiligten Unternehmen wollen Europa nicht mehr mit Strom beliefern. Schließlich ist inzwischen klar, dass selbst im hohen Norden die Sonne oft genug scheint, so dass auch dort der Solarstrom die Netzparität erreicht hat. Da kann der zwar im Nahen Osten und Nordafrika – bekannt als MENA-Region – der Strom noch preiswerter hergestellt werden. Doch der Transport hätte angesichts der fallenden Preise sowohl für Solar- als auch für Windkraftanlagen die Bilanz verhagelt.

„Wende in der Wende“

Inzwischen haben die beteiligten Unternehmen und Organisationen das Geschäftsmodell gedreht. In Zukunft soll der üppige Wind- und Solarstrom, der in den MENA-Ländern produziert wird, in Form von Wasserstoff nach Europa – und sicherlich auch in die Welt – kommen.

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Strombasierte Kraftstoffe Saubere Energie für Lkw, Schiffe und Flugzeuge.

Stichworte zu dem Thema auf einem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Infoflyer:

  • Die Produktion von sauberen Stromkraftstoffen ist schon jetzt möglich
  • Klimaneutrale Kraftstoffe: Saubere Energie für Lkw, Schiffe und Flugzeuge
  • Einfache Anwendung – hoher Energiebedarf in der Produktion
  • Vielfältig einsetzbar
  • Wachstumschancen: Exportpotenzial für deutsche Umwelttechnologie

Ein Fazit:  Strombasierte Kraftstoffe sind einfach speicherbar und weisen zugleich eine hohe Energiedichte auf. Zudem können bestehende Infrastrukturen, wie z. B. Tankstellen, weiter genutzt werden. Produktion und Nutzung der Kraftstoffe gehen jedoch mit einem hohen Energieverlust einher, sodass große Mengen erneuerbaren Stroms für die Herstellung von strombasierten Kraftstoffen benötigt werden. Das macht sie auch langfristig teuer. Die neuen Kraftstoffe müssen daher perspektivisch aus Regionen mit großen Potenzialen günstiger erneuerbarer Stromerzeugung importiert werden.

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Globale Methanemissionen steigen auf Rekordhoch – Investitionen in Erdgas sind verantwortungslos

Beitrag von Joseph Fell vom 24. April 2020

Noch immer hält sich hartnäckig die Meinung, dass Erdgas eine notwendige Übergangstechnologie auf dem Weg zu 100 % Erneuerbaren Energien sei. Begründet wird dies mit den geringeren CO2-Emissionen von Erdgas beim Verbrennen in Kraftwerken oder Heizungen, im Vergleich zu Kohle oder Erdöl. Doch dabei wird oft bewusst verschwiegen oder einfach übersehen, dass in der Vorkette der Bereitstellung von Erdgas bereits hohe Methanemissionen auftreten, infolge von Leckagen bei den Bohrlöchern und Pipelines. Dabei ist Methan wesentlich klimaintensiver als CO2. Neben den genannten Erdgasleckagen sind die Massentierhaltung von Rindern, der Reisanbau und insbesondere das zunehmende Auftauen von Permafrostböden die Ursache für Methanemissionen. Laut den neuesten Daten der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) der USA ist die Methankonzentration in der Atmosphäre im letzten Jahr auf ein Rekordhoch von 1875 ppb gestiegen. Aber nicht nur die Methankonzentration ist so hoch wie noch nie, sondern auch der jährliche Anstieg ist der zweithöchste innerhalb der letzten 20 Jahre.

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„Hinter dem Wasserstoff-Thema verbirgt sich die größte Gelddruckmaschinerie“

Artikel von    vom 06.02.2020 Im Handelsbaltt

Forschungsministerin Anja Karliczek und Wasserstoff-Experte Robert Schlögl diskutieren die Chancen und Risiken einer Wasserstoffwirtschaft – und mahnen zur Eile.

Berlin Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) will in der Nationalen Wasserstoffstrategie verbindliche Ziele festschreiben. Sie könne sich vorstellen, „dass wir am Ende in dem Papier konkret sagen: Im Jahr 2040 wollen wir 800 Terawattstunden unseres Energiebedarfs aus grünem Wasserstoff decken“, sagte die Ministerin dem Handelsblatt im gemeinsamen Interview mit dem Chemie-Professor Robert Schlögl. Der Jahresendenergieverbrauch in Deutschland liegt derzeit bei rund 2500 Terawattstunden. „Für das Jahr 2050 sollte das Ziel noch ambitionierter ausfallen“, ergänzte sie.

Damit geht Karliczek über den Entwurf der Nationalen Wasserstoffstrategie aus dem Haus von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hinaus, die sich derzeit in der Ressortabstimmung befindet. In Altmaiers Entwurf fehlen solche Festlegungen bislang.

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How to Win the New Climate War

Artikel von Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. vom 17.4.2020

Im „Skeptical Inquirer Magazine“ erschien vor kurzem ein Kommentar des renommierten Klimaforschers Michael E. Mann mit dem etwas martialischen Titel „How to Win the New Climate War“, wir haben ihn hier frei für Sie übersetzt. Der Professor für Atmosphärenwissenschaft und Direktor des Earth System Science Center an der Penn State Universität, ist Autor zahlreicher Bücher, u.a. auch dem aktuellen Bestseller „The Madhouse Effect“ (auf Deutsch hier bei der DGS erschienen).

Wie man den neuen Klimakrieg gewinnt

“Es besteht eine allgemeine wissenschaftliche Übereinstimmung, dass … die Menschheit das globale Klima … durch die Freisetzung von Kohlenstoffdioxid durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe beeinflusst. … Es gibt einige potenziell katastrophale Ereignisse, die in Betracht gezogen werden müssen. … Der Mensch hat ein Zeitfenster von fünf bis zehn Jahren, bevor … harte Entscheidungen über … Energiestrategien kritisch werden könnten. … Sobald die Auswirkungen messbar sind, sind sie möglicherweise nicht mehr umkehrbar.”

Sie könnten annehmen, dass diese prophetischen Worte einst von Al Gore gesprochen wurden. Damit wären Sie jedoch auf dem vollkommen falschen Dampfer, denn es sind vielmehr die Worte der Experten des fossilen Brennstoffgiganten ExxonMobil, die in kürzlich ausgegrabenen internen Dokumenten aus den 1970er Jahren zu Tage traten.

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Fakten aus der Wissenschaft

ZU AKTUELLEN DEBATTEN RUND UM DEN KLIMAWANDEL  Berlin, 26.03.2020

Da die neuen Klimagesetze grundlegende gesellschaftliche Veränderungen nach sich ziehen – beispielsweise die Einführung des CO2-Preises im nächsten Jahr – werden derzeit wieder Zweifel an der Existenz des vom Menschen verursachten (anthropogenen) Klimawandels lauter. Die Sinnhaftigkeit emissions-freier Technologien sowie die Wissenschaftlichkeit des Weltklimarates werden bezweifelt. Doch die scheinbaren Argumente der Leugner des Klimawandels sind in der Wissenschaftswelt altbekannt und längst widerlegt. In diesem Beitrag stellen Klimaforscherinnen und -forscher in 15 wichtigen Punkten Fakten zum Klimawandel und zur Transformation in eine emissionsfreie Lebensweise klar.

Fakten aus der Wissenschaft zum Klimawandel

Erdgas leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz

Der Umstieg von Kohle und Erdöl auf Erdgas beschleunigt den Klimawandel durch alarmierende Methanemission

Studie der ENERGYWATCHGROUP September 2019

Abstract: Erdgas wird immer wieder als klimafreundliche Alternative für den Strom-und Wärmebereich dargestellt und als „Brückentechnologie“ eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einem nachhaltigen Energiesystem zugeschrieben. Betrachtet man jedoch neben den Kohlendioxidemissionen auch die Methanemissionen, so zeigt sich, dass eine auf Erdgas basierende Klimaschutz-strategie das genaue Gegenteil bewirkt. Einsparungen von Kohlendioxid bei der Verbrennung vor Ort werden nur durch deutliche Erhöhungen der Methanemissionen in der Gesamt-kette erkauft. Insgesamt erhöhtdie Umstellung von Kohle und Erdöl auf Erdgas in Kraftwerken und Heizungen sogar den Treibhauseffektdes Energieverbrauchsum rund 40%.Gekoppelt mit gleichzeitigen Hemmnissen für erneuerbare Energiequellen wird so ein zukunftsfähiges emissionsfreies Wirtschaftssystem verhindert und wirksamer Klimasch utz blockiert. Dennoch wird das höchst klimaschädliche Erdgas weiterhin von vielen Regierungen mit Subventionen und durch indirekte Fördermaßnahmen unterstützt, trotz paralleler Bekenntnisse für die damit unvereinbaren Pariser Klimaschutzziele.

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Das Klimamanifest 2020 der Werte-Union

Endlich sagt es mal jemand. Die Werte-Union entlarvt in ihrem „Klimamanifest 2020“ die Klimaforschung als das, was sie ist: „Müll-Wissenschaft“!

Die NASA, die Max-Planck-Institute, das Potsdam-Institut: alles Zentren der Müll-Wissenschaft! Jedes Jahr erscheinen in der begutachteten Fachliteratur über 20.000 Studien zum Thema Klimawandel; die weltweite Anzahl der Klimaforscher dürfte ähnlich groß sein. Alles Müll! Und fast keiner merkt es. Dieser Müll erscheint in den renommiertesten internationalen Fachzeitschriften wie Nature, Science und PNAS. Auch mindestens 80 wissenschaftliche Akademien in aller Welt gehören zum „globalen Netzwerk aus aktivistisch und ideologisch agierenden Forschern“ und veröffentlichen Stellungnahmen, wonach unser fossiles Energiesystem eine gefährliche globale Erwärmung verursacht – selbst unsere Nationale Akademie der Wissenschaften, Leopoldina. Sogar hunderte Nobelpreisträger stellen sich hinter die „Klimapropaganda“ und unterzeichnen immer dringendere Appelle, endlich etwas gegen die Erderhitzung zu unternehmen, z.B. die Mainau Declaration. Sie unterstützen damit in schändlicher Weise die „linke Meinungsdiktatur“ und das „Deindustrialisierungsprogramm für westliche Staaten“, wie es die Werte-Union treffend nennt.

Während die Müll-Wissenschaft die Treibhausgasemissionen für die moderne globale Erwärmung verantwortlich macht, weiß die Werte-Union: „Die Sonne steuert unser Klima, nicht das CO2“! Und sie hat auch den Beweis dafür: nämlich den Fernsehfilm „The Great Global Warming Swindle“ von 2007, der in Deutschland bei RTL gezeigt wurde. Denn in diesem Film „wird die starke Korrelation der Klimaentwicklung der letzten 100 Jahre mit der Intensität von Sonnenflecken nachgewiesen“!

Sie haben hoffentlich gemerkt dass obiges reiner Sarkasmus ist. Deshalb:… lesen Sie den hier den vollständigen Beitrag von Stefan Rahmstorf