Monatsarchiv für Mai 2020

 
 

Ausrangiert: Wie entsorgt man 42.000 Rotorblätter?

Ein Argument gegen die Windkraft ist die Frage wie entsorgt man die alten WKAs, vor allem was macht man mit den Rotorblättern.

Windstromerzeuger müssen bis 2025 tausende Anlagen entsorgen. Recycling könnte ein Geschäftsmodell werden.

Sie machen nur zwei bis drei Prozent des Gewichts einer Windkraftanlage aus. Doch wenn es ans Ende der Laufzeit geht, stellen die Rotorblätter die größte Herausforderung dar. Damit die Herausforderung in den kommenden fünf Jahren nicht zum Problem wird, arbeiten schon heute Forscher verschiedener Branchen an Lösungen.

Und das ist dringend nötig, denn nach unterschiedlichen Schätzungen werden in West- und Mitteleuropa bis 2025 bis zu 14.000 Windkraftanlagen außer Betrieb genommen. Der erste Windkraftboom setzte nämlich um die Jahrtausendwende ein, und die Laufzeit einer Turbine ist auf 20 bis 25 Jahre ausgelegt.

Etablierte Entsorgungswege

Teilweise werden ausgemusterte Anlagen in andere Länder verkauft, wo sie dann noch einige Jahre Strom produzieren. Das klappt besonders gut, wenn hierzulande intakte Anlagen durch leistungsfähigere ersetzt werden (Repowering). Doch mit ihrer zunehmenden Größe und Komplexität wird auch diese „Second-Life-Lösung“ komplizierter und teilweise unwirtschaftlich.

Künftig müssen die Betreiber also jedes Jahr Tausende Windkraftanlagen entsorgen, dazu sind sie baurechtlich verpflichtet. Das ist zum größten Teil unproblematisch, denn für die meisten Bauteile gibt es regelrechte Second-Hand-Märkte, über die sie wiederverwertet oder recycelt werden.

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PV-Anlage mit Speicherbatterie Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht PV-Anlage mit Speicher als Video von Dr. Guntram Fischer, Aufbau, Funktion, Wirschaftlichkeit

Mit Speicherbatterie kann der Eigenverbrauch des auf dem Dach erzeugten PV-Stromes deutlich erhöht werden und somit der eigene Geldbeutel und nebenbei auch das Stromnetz entlastet werden.

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Wasserstoff für Europa soll aus der Wüste kommen

Artikel in der Zeitschrift b”Erneuerbare Energien” vom 26.11.2019

Desertec hat sein Geschäftsmodell geändert. In Zukunft liegt der Schwerpunkt nicht mehr auf Strom für Afrika, sondern auf Wasserstoff, der nach Europa geliefert werden soll.

Lange hat man nichts mehr von Desertec gehört. Was 2009 als vermeintliche Lösung der Energieversorgung Europas mit Sonnen- und Windstrom aus der Wüste gestartet ist, hat inzwischen ein neues Ziel bekommen. Denn die beteiligten Unternehmen wollen Europa nicht mehr mit Strom beliefern. Schließlich ist inzwischen klar, dass selbst im hohen Norden die Sonne oft genug scheint, so dass auch dort der Solarstrom die Netzparität erreicht hat. Da kann der zwar im Nahen Osten und Nordafrika – bekannt als MENA-Region – der Strom noch preiswerter hergestellt werden. Doch der Transport hätte angesichts der fallenden Preise sowohl für Solar- als auch für Windkraftanlagen die Bilanz verhagelt.

„Wende in der Wende“

Inzwischen haben die beteiligten Unternehmen und Organisationen das Geschäftsmodell gedreht. In Zukunft soll der üppige Wind- und Solarstrom, der in den MENA-Ländern produziert wird, in Form von Wasserstoff nach Europa – und sicherlich auch in die Welt – kommen.

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