Archiv der Kategorie ‘Aktuelles‘

 
 

Überblickspapier: Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien und Erweiterung der Vorsorgemaßnahmen

Die Klimakrise spitzt sich zu, die Preise für fossile Brennstoffe haben sich vervielfacht: Die
erneuerbaren Energien sind zu einer Frage der nationalen Sicherheit geworden. Mit der
größten energiepolitischen Novelle seit Jahrzehnten hat die Bundesregierung diese
Herausforderung angenommen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird umfassend
beschleunigt, zu Wasser, zu Land und auf dem Dach. Parallel wird ein Instrumentenkasten
geschaffen, mit dem die Bundesregierung kurzfristig auf angespannte Versorgungs-
situationen reagieren kann. Das insgesamt über 593 Seiten starke Gesamtpaket umfasst fünf
Gesetzesnovellen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie zwei Novellen zur Stärkung und
Erweiterung der Vorsorgemaßnahmen.

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E-Autos zuhause laden – Tipps zur heimischen Ladestation

Eine Information der Pressesprecherin  Regionale Kommunikation, Kommunikation & Politik Dagmar Jordan von EnBW Energie Baden-Württemberg AG Dezember 2021

Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg planen, ein Elektroauto zu kaufen. Dabei wirft vor allem das Laden zuhause viele Fragen auf. Das betrifft sowohl das Anmelden als auch das Installieren der Ladestation. Hierzu hat die Netze BW GmbH nützliche Informationen zusammengestellt:

 Auf der sicheren Seite: Beim Einbau auf Profis setzen

Bürgerinnen und Bürger, die eine Wallbox bei sich installieren wollen, sollten sich als erstes an einen Elektroinstallateur ihrer Wahl wenden, da nur dieser die Elektroinstallation des Gebäudes kennt bzw. einschätzen kann. Er berät auch, welche Ladeinfrastruktur für die individuellen Anforderungen passend wäre. Zusätzlich kümmert er sich um die Schnittstelle zum örtlichen Netzbetreiber bzw. Energieversorger.

Wallbox: Mehr Sicherheit, weniger Ladeverluste

In aller Regel sind weder die gängigen Haushalts- oder Schuko-Steckdosen (230 V) noch die Elektroinstallation dahinter darauf ausgelegt, über mehrere Stunden so viel Leistung abgeben zu müssen, wie für das Laden des Elektroautos benötigt wird. Hier bieten Wallboxen mehr Sicherheit, sind sparsamer und ermöglichen – bei optionaler Installation eines separaten Stromzählers – die individuelle Auswahl eines Stromanbieters. Zudem ist mit Wallboxen ein Lademanagement möglich, das den bestehenden Netzanschluss durch eine intelligente Steuerung optimal ausnutzt.

Ladestation anmelden

Für die Netzbetreiber ist es wichtig zu wissen, wie sich die Anforderungen ans Stromnetz durch das vermehrte Laden von E-Fahrzeugen entwickeln. Wenn die Ladestation eingebaut wird, muss sie daher beim zuständigen Netzbetreiber gemeldet werden. Für viele Kommunen in Baden-Württemberg ist das die Netze BW. Sie prüft vorab, ob der Netzanschluss entsprechend der höheren Leistungsanforderung ertüchtigt werden muss. In manchen Fällen ist darüber hinaus eine Verstärkung des Stromnetzes notwendig. Übrigens: Ladeeinrichtungen mit einer Anschlussleistung bis einschließlich 12 kW sind meldepflichtig, bei Ladeeinrichtung mit einer Leistung von mehr als 12 kW gilt eine Anmelde- und Genehmigungspflicht.

Weitere Informationen und Hinweise sind auch auf der Homepage der Netze BW zu finden. Dort kann man zudem die Wallbox fürs E-Auto online anmelden als auch mit Hilfe einer Onlinesuche einen geeigneten Elektroinstallateur aus der Region finden.

www.netze-bw.de/netzanschluss/elektromobilitaet-zuhause

Förderprogramm Netzdienliche Photovoltaik – Batteriespeicher

Das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ des Landes wird erneut aufgelegt. Damit können Batteriespeicher, die in Verbindung mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installiert werden, wieder gefördert werden.

Insgesamt stehen in den Jahren 2021 und 2022 Fördermittel von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Diese stammen aus dem Maßnahmenpaket der Landesregierung „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“, das durch die Förderung innovativer und klimafreundlicher Technologien die Folgen der Corona-Pandemie auf die baden-württembergische Wirtschaft abmildern soll.
Förderanträge zum neu aufgelegten Programm können ab dem 1. April 2021 bei der Landeskreditbank (L-Bank) gestellt werden.

Bedingungen des Förderprogramms

Das Förderprogramm gewährt einen Zuschuss je Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität. Die Höhe des Förderbetrags hängt von der installierten Leistung der Photovoltaik-Anlage ab, die mit dem Batteriespeicher errichtet wird. Wird ein Speicher in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung bis zu 30 Kilowattpeak (kWp) eingebaut, wird ein Zuschuss von 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität gewährt. Liegt die installierte Leistung der mit dem Speicher errichteten Photovoltaik-Anlagen darüber, erhöht sich der Zuschuss auf 300 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität.
Wird mit der PV-Anlage und dem Batteriespeicher zusätzlich ein neuer lastmanagementfähiger Elektrofahrzeugladepunkt und/oder eine neue Wärmepumpe installiert, kann vom Mindestinstallationsverhältnis (Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp/1 kWh)  abgewichen werden.

Neue Landesförderung: E-Fahrzeug mit PV-Anlage

Die Mobilitätswende in Baden-Württemberg ist in vollem Gange. E-Mobilität spielt dabei eine wichtige Rolle.
Besonders nachhaltig wird es, wenn der Strom zum Laden aus erneuerbaren Energien kommt. Der neue BW-e-Solar-Gutschein des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg fördert deshalb ab dem 1. Dezember 2021 E-Pkw, E-Leicht- und Nutzfahrzeuge, für die zum Laden eine Photovoltaikanlage betrieben wird.
Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Selbstständige, gemeinnützige Organisationen und Kommunen erhalten 1.000 Euro pro Fahrzeug. Weitere 500 Euro gibt es für die Installation einer Wallbox.
Weitere Informationen zu den Förderungen des Landes finden Sie auf der Webseite des Ministeriums. (https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/politik-zukunft/elektromobilitaet/foerderung-elektromobilitaet/)
Bitte beachten Sie: Die Antragstellung ist erst ab dem 1. Dezember 2021 über die L-Bank möglich und der Link zum BW-e-Solar-Gutschein wird auch dann erst freigeschaltet. (https://www.l-bank.de/produkte/finanzhilfen/bw-e-solar-gutschein.html). Quelle: IHK Bodensee-Oberschwaben

Bares Geld für Dein Elektro-Auto (Die Treibhausgasminderungsquote (THG))

Der Umstieg auf alternative, umweltfreundlichere Antriebssysteme wird durch das Treibhausgaszertifikat gefördert.

Ab dem Jahr 2022 bekommen Halter eines Elektro-Autos jedes Jahr eine Barprämie in Höhe von bis zu 275 € (je nach Anbieter) für das ihnen zugeordnete THG-Zertifikat.

E-Mobilisten (Unternehmen und private E-Auto-Fahrer) können ab dem nächsten Jahr ihre Kohlendioxid-Einsparungen über das THG-Zertifikat an die Mineralölfirmen übertragen. Im Gegenzug erhalten sie Geld.

Da der direkte Handel mit den THG-Zertifikaten auf Grund der Vielzahl der Personen praktisch nicht umsetzbar ist, gibt es Anbieter, die für viele private Halter gleichzeitig mit den Unternehmen verhandeln und einen Großteil des Erlöses an die Halter weitergeben.

Wenn die E-Auto-Besitzer ihre Anteile nicht selbst verkaufen, wird das die Bundesrepublik für diese tun. Und das Geld behalten.

Wer seinen Anteil hingegen über einen der Zertifikate-Händler verkauft, kann selbst entscheiden, ob das Geld anschließend an ein Umweltprojekt gespendet werden soll oder z. B. in eine klimafreundliche Photovoltaik-Anlage investiert wird.

Link zu weiteren Infos und Anbietern

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Unter dem Titel „Bundesförderung effiziente Gebäude“ (BEG) hat die Bundesregierung ein neues Programm zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich aufgesetzt. Es fördert Maßnahmen in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden, wie Verbesserung der Gebäudehülle und der Heizungstechnik mit entsprechender Fachplanung und Baubegleitung.

Ab Januar 2021 kann man Zuschüsse für Einzelmaßnahmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ( BAFA ) stellen. Ab Juli 2021 ist eine Kreditvariante und später ein direkter Investitionszuschuss des BAFA oder ein zinsverbilligter Förderkredit mit Tilgungszuschuss der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) geplant. Die Anträge können unter anderen Privatpersonen, Wohnungseigentümer-gemeinschaften und freiberuflich Tätige stellen.

Fördergegenstand

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) sind folgende Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden für Wohngebäude und Nichtwohngebäude förderfähig:

  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
  • Anlagentechnik (außer Heizung)
  • Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)
  • Heizungsoptimierung
  • Fachplanung und Baubegleitung

Überblick über das Programm

beg_infoblatt_foerderfaehige_kosten

beg_merkblatt_allgemein_antragstellung

Weitere gut verständliche Erklärungen vom Zentralverband Sanitär Heizun Klima Link zum ZVSHZ

 

PV Anlage im Marktstammdatenregister melden. Termin 31.01.2021

Pressemitteilung der Energieagentur Ravensburg

PRESSEINFORMATION Hunderte PV-Anlagen verlieren EEG-Vergütung Bodensee-Oberschwaben, 23.11.2020 – Das PV-Netzwerk BodenseeOberschwaben ruft alle Eigentümer von Solarstromanlagen und Batteriespeichern auf, sich dringend beim Marktstammdatenregister (MaStR) anzumelden. Wer diese formale Anforderung nicht erfüllt, verliert den Vergütungsanspruch nach EEG. Vor allem Eigentümer älterer PV-Anlagen haben diesen entscheidenden Schritt noch nicht getan. Selbst Anlagen, die ihre EEG-Vergütung zum Jahresende verlieren, müssen im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Das PV-Netzwerk BodenseeOberschwaben bittet Netzbetreiber und Installateure in den drei Landkreisen um Unterstützung, alle säumigen Betreiber von Solarstromanlagen anzuschreiben. Es gibt auch Dienstleister, die die Solaranlagenbetreiber unterstützen.

Link zur Pressinformation der Energieagentur

Private Ladeinfrastruktur: Bund fördert erstmalig Kauf und Installation privater Ladestationen

Berlin, 6. Oktober 2020 – Heute hat Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, bei der Eröffnung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH bekanntgegeben, dass erstmals auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden gefördert werden.

Andreas Scheuer: „Ab sofort fördern wir Mietern, Eigenheimbesitzern und Vermietern den Einbau privater Ladestationen auf ihren Pkw-Stellplätzen. 900 Euro Zuschuss gibt es dafür vom Bund. Damit kommen wir unserem Ziel, Laden für alle, immer und überall, einen ent-scheidenden Schritt näher. Denn ein großer Teil der Ladevorgänge wird daheim stattfinden. Mit unserem Masterplan Ladeinfrastruktur schaffen wir eine flächendeckende Versorgung. Die heute eröffnete Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur sorgt für die schnelle Umsetzung.“

Zur Förderung:

Wer kann Anträge stellen? 
Träger von Investitionsmaßnahmen zur Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäu-den. Träger von Investitionsmaßnahmen sind zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungs-eigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bau-träger. Nicht antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselb-ständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Kirchen.

Was wird gefördert?

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter “Wie wird gefördert?”) an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.:

  • die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt,
  • der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt,
  • die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit)

Wie wird gefördert? 
Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens auf Ihr Bankkonto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Anträge können ab dem 24. November 2020 bei der KfW eingereicht werden. Ausführliche Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren finden Sie unter www.kfw.de/440.

WEGE ZU EINEM KLIMANEUTRALEN ENERGIESYSTEM

Die deutsche Energiewende im Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR SOLARE ENERGIESYSTEME ISE   Februar 2020

Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie werden mögliche Entwicklungen des deutschen Energiesystems von heute bis zur Mitte des Jahrhunderts untersucht, die zu einer Reduktion energiebeding-ter CO2-Emissionen um mindestens 95 % bis zum Jahr 2050 gegenüber dem Vergleichswert aus dem Jahr 1990 führen. Ergänzende Untersuchungen befassen sich mit zwei Szenarien zur vollständigen Reduktion energiebedingter CO2-Emissionen.Neben Fragen der technischen Machbarkeit und der Kosten spielt gesellschaftliches Verhalten eine maßgebliche Rolle dafür, ob und in welcher Form eine Umsetzung der Energiewende gelingt. Um diesem Aspekt Rechnung zu tragen, werden in der Studie vier Hauptszenarien untersucht, bei denen jeweils bestimmte Verhaltensweisen und Einstellungen eine dominante Rolle spielen und somit den Rahmen für die weitere Ent-wicklung der Energiewende vorgeben.

Link zur Studie

Alle Bundesregierungen haben den Ökostrom-Ausbau massiv unterschätzt

Artikel von Hans-Josef Fell zum Ausbaustand der EE im Vergleich zu den jeweiligen Zielen der Bundesregierung.

Seit der Einführung des EEG 2000 haben sich alle Bundesregierungen Ausbauziele für den Ökostrom gesetzt und diese als hoch ambitioniert bezeichnet. Die historische Wahrheit ist jedoch: Alle Ziele waren sehr niedrig angesetzt und wurden von der Realität jedes Mal weit übertroffen.

Niedrige Ziele zu setzen hat Methode, denn in der gesellschaftlichen Debatte heißt es dann, dass atomare und fossile Energien unverzichtbar seien, weil der Ökostromausbau nicht schnell genug gehen könne. Die Regierung habe ja schon ambitionierte Ziele vorgelegt, mehr gehe einfach nicht und deshalb müssen fossile und atomare Energien als Übergangstechnologie noch jahrelang gestützt werden.

Link zum Artikel