Archiv der Kategorie ‘3-Photovoltaik PV (Solarstrom)‘

 
 

Steuererleichterungen für kleine Photovoltaik-Anlagen konkretisiert

Steuertipps: Das Bundesfinanzministerium wollte Betreiber kleiner Photovoltaik-Anlagen entlasten, indem es eine Befreiung von der Steuerpflicht gewährte. Doch die gut gemeinte Regelung lässt viele Fragen offen und wirft neue auf. Ein kürzlich veröffentlichtes Update beantwortet einige davon.

Anfang Juni hat das Bundes­finanzministerium (BMF) eine Verwaltungsanweisung veröffentlicht, um die Finanz­ämter und Anlagenbetreiber von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Auf Antrag lassen sich kleine Photovoltaik-Anlagen von der Steuerpflicht befreien. Zustande gekommen ist die Vereinfachungsregelung, nachdem der Bundesrat schon im vergangenen Jahr die Bundesregierung mehrfach aufgefordert hatte, für Photovoltaik-Anlagen bis zehn Kilowatt im Einkommensteuergesetz eine Steuerbefreiung zu schaffen.

Hier weiterlesen auf Sonnenseite von Franz Alt zum Artikel

Bifaziale Solaranlagen: Technik, Ertrag und Anbieter

Bifaciale Solarzellen sind „zweiseitige“ Zellen, die das einfallende Licht nicht nur über die Vorder-, sondern auch über die Rückseite nutzen können. Eine zweite Glasscheibe auf der hinteren Modulseite sorgt dafür, dass indirektes Licht durch reflektierte Sonnenstrahlen von hinten an die Zellen gelangt. So erzielt das Modul einen höheren Wirkungsgrad. Vom Prinzip her sind bifaziale Photovoltaik-Module nichts anderes als PV-Module, deren vollflächiger Rückkontakt durch einen Fingerprint-Kontakt ersetzt wurde. Dies macht Sinn bei z. B. Flachdachanlagen, um die Dachreflektion zu nutzen. Sie machen auch ganz neue Anwendungen wie z. B. eine vertikale Aufstellung in der Agrophotovoltaik möglichen. Der Ertrag bifazialer Solarmodule ist jedoch nicht doppelt so hoch, sondern systembedingt um rund 15% höher als normale Module.

zum Artikel bei Energie Experten

Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland

Zusammengestellt von Dr. Harry Wirth, Fraunhofer ISE | Fassung vom 19. November 2021

Deutschland lässt das fossil-nukleare Energiezeitalter hinter sich. Photovoltaik wird in unserer nachhaltigen Energiezukunft eine bedeutende Rolle spielen. Die vorliegende Zusammenstellung aktuellster Fakten, Zahlen und Erkenntnisse soll eine gesamtheitliche Bewertung des Photovoltaik-Ausbaus in Deutschland unterstützen.

Eine eindrucksvolle Aussage (auf Seite 43) zur Effektivität von PV-Anlagen im Vergleich zur Produktion von  Biokraftstoff: Mit dem PV-Strom einer 1ha großen PV-Anlage fährt ein E-Auto 190 mal so weit wie ein Diesel PKW, der mit Biokraftstoff aus Raps fährt, das auf der gleichen Fläche angebaut wird.

 

 

Solarstromausbau für den Klimaschutz Studie HTW 2021

Wie viel Photovoltaik ist in Deutschland zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens erforderlich.

Studie HTW Hochschule für Technik und Wirtschasft Berlin  Version 1.0 (November 2021)
Vorwort
Die neue Bundesregierung beabsichtigt Deutschlands „Klima-, Energie- und
Wirtschaftspolitik auf den 1,5-Grad-Pfad“ auszurichten [1]. Damit würde
Deutschland das Pariser Klimaschutzabkommen erfüllen, das die Begrenzung
der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C, fordert.
Auch das Bundesverfassungsgericht hat das Einhalten dieser Ziele ange-
mahnt. Das aktuelle deutsche Klimaschutzgesetz sowie der Koalitionsvertrag
der Ampelparteien sehen allerdings nur die Klimaneutralität bis 2045 vor. Dies
genügt nicht den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens.
Deutschland müsste dafür seine Kohlendioxidemissionen bereits spätestens
2035 auf null zurückführen, um wenigstens einen Beitrag zur Begrenzung der
globalen Erwärmung auf 1,7 °C zu leisten.

Kernergebnisse der Studie „Solarstromausbau für den Klimaschutz“

  • Deutschland muss zwischen 2030 und 2035 kohlendioxidneutralwerden, um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten.
  • Alle Sektoren müssen weitgehend elektrifiziert werden, um den Energiebedarf ausreichend senken zu können.
  • Ab 2025 sollten keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor neu zugelassen und keine Gas- oder Ölkessel neu eingebaut werden.
  • Die installierte Windkraftleistung muss möglichst auf 200 GW an Landund 70 GW auf See ausgebaut werden.
  • Ohne importierten grünen Wasserstoff ist die Energiewende in der Kürze der Zeit nicht realisierbar.
  • Der Zubau der Photovoltaik muss erheblich gesteigert werden, von derzeit 6 GW/a auf 45 GW/a im Referenzszenario. Damit würde die installierte Photovoltaikleistung von derzeit 59 GW auf 590 GW verzehnfacht werden.

Link zur Studie

Förderprogramm Netzdienliche Photovoltaik – Batteriespeicher

Das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ des Landes wird erneut aufgelegt. Damit können Batteriespeicher, die in Verbindung mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installiert werden, wieder gefördert werden.

Insgesamt stehen in den Jahren 2021 und 2022 Fördermittel von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Diese stammen aus dem Maßnahmenpaket der Landesregierung „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“, das durch die Förderung innovativer und klimafreundlicher Technologien die Folgen der Corona-Pandemie auf die baden-württembergische Wirtschaft abmildern soll.
Förderanträge zum neu aufgelegten Programm können ab dem 1. April 2021 bei der Landeskreditbank (L-Bank) gestellt werden.

Bedingungen des Förderprogramms

Das Förderprogramm gewährt einen Zuschuss je Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität. Die Höhe des Förderbetrags hängt von der installierten Leistung der Photovoltaik-Anlage ab, die mit dem Batteriespeicher errichtet wird. Wird ein Speicher in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung bis zu 30 Kilowattpeak (kWp) eingebaut, wird ein Zuschuss von 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität gewährt. Liegt die installierte Leistung der mit dem Speicher errichteten Photovoltaik-Anlagen darüber, erhöht sich der Zuschuss auf 300 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität.
Wird mit der PV-Anlage und dem Batteriespeicher zusätzlich ein neuer lastmanagementfähiger Elektrofahrzeugladepunkt und/oder eine neue Wärmepumpe installiert, kann vom Mindestinstallationsverhältnis (Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp/1 kWh)  abgewichen werden.

Neue Landesförderung: E-Fahrzeug mit PV-Anlage

Die Mobilitätswende in Baden-Württemberg ist in vollem Gange. E-Mobilität spielt dabei eine wichtige Rolle.
Besonders nachhaltig wird es, wenn der Strom zum Laden aus erneuerbaren Energien kommt. Der neue BW-e-Solar-Gutschein des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg fördert deshalb ab dem 1. Dezember 2021 E-Pkw, E-Leicht- und Nutzfahrzeuge, für die zum Laden eine Photovoltaikanlage betrieben wird.
Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Selbstständige, gemeinnützige Organisationen und Kommunen erhalten 1.000 Euro pro Fahrzeug. Weitere 500 Euro gibt es für die Installation einer Wallbox.
Weitere Informationen zu den Förderungen des Landes finden Sie auf der Webseite des Ministeriums. (https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/politik-zukunft/elektromobilitaet/foerderung-elektromobilitaet/)
Bitte beachten Sie: Die Antragstellung ist erst ab dem 1. Dezember 2021 über die L-Bank möglich und der Link zum BW-e-Solar-Gutschein wird auch dann erst freigeschaltet. (https://www.l-bank.de/produkte/finanzhilfen/bw-e-solar-gutschein.html). Quelle: IHK Bodensee-Oberschwaben

Der aktuelle Strompreis und die Konsequenzen für die PV

Beitrag von Jörg Sutter Deutsche Gesllschaft für Sonnenenergie e.V. vom 15.10.2021

Der größte Schreck ist verdaut: Nachdem sowohl der Spot-Base als auch der Spot-Peak-Preis an der Strombörse EPEX in der vergangenen Woche die Rekordhöhe von 300 Euro/MWh (also 30 (!) Cent pro kWh) erreicht hatte, ging der Preis in den Folgetagen wieder leicht aber stetig zurück. Ist Aufatmen angesagt? Und hat das eine Auswirkung für PV-Betreiber?

…..

Langfristige Strompreise ……

Was haben die PV-Betreiber davon?……

Ü20-Betreiber profitieren

Die Betreiber von Altanlagen, die Ende des vergangenen Jahres aus der EEG-Vergütung gefallen sind, profitieren ebenfalls von den hohen Marktpreisen, wenn sie die im EEG 2021 vorgesehene Weitereinspeisung nutzen – ganz oder teilweise in Verbindung mit Eigenversorgung. Von dieser Möglichkeit haben wir als DGS im Projekt PVLOTSE im vergangenen Jahr noch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten abgeraten, denn hier wären nach Abschätzung des Marktpreises 2020 nur ein Betrag von rund 2 Cent pro kWh beim PV-Betreiber angekommen. Doch wenn die Kurve in Bild 3 gedanklich bis zum Jahresende verlängert wird, könnte für 2021 eine Weiterbetriebsvergütung von über 5 bis 6 Cent oder sogar noch mehr pro kWh herausspringen. Und das sogar, wenn der Marktwert Solar bis Jahresende wieder leicht absinken würde. Für die Betreiber von Ü20-Anlagen sind damit die laufenden Kosten meist gedeckt, die ja auch bei Ü20-Analgen anfallen: Zählergebühren, Versicherungskosten und auch Wartung oder Reparaturen sind hier anzusetzen. Und das wäre doch einmal eine tolle Anerkennung der Pioniere, die den heutigen Stand (Technologie und Preise) der PV in Deutschland erst möglich gemacht haben.

Trotzdem sei auch den Betreibern, die Ende dieses Jahres aus der Vergütung fallen, empfohlen, sich Gedanken über den Umbau Ihrer Anlage zu Eigenversorgung zu machen. Denn die Eigenversorgung ist wirtschaftlich mit am attraktivsten. Und auch der Marktwert Solar wird wohl im kommenden Jahr wieder absinken.

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NTERSOLAR EUROPE TRENDPAPIER: AGRI-PHOTOVOLTAIK

München/Pforzheim, 29.06.2021: Die effiziente doppelte Flächennutzung für Landwirtschaft und die Solarstromerzeugung über die Agri-Photovoltaik (Agri-PV)
entwickelt sich dynamisch und stößt auf immer größeres Interesse. Die Agri-PV ist längst kein Nischenprodukt mehr. So werden in Ländern wie Italien oder Deutschland neue Anreizprogramme geschaffen, in Frankreich gründete sich der weltweit erste eigene Agri-PV Verband. Auch die Standardisierung, die als Voraussetzung für eine Breitenförderung und einen Markthochlauf gilt, kommt voran. Mit diesen Themen rund um Agri-PV beschäftigte sich die internationale Online-Konferenz AgriVoltaics 2021 vom 14. bis 16. Juni 2021. Die Online-Veranstaltung wurde von der Intersolar Europe als Partner unterstützt und verdeutlichte, wie wichtig der verstärkte europäische und internationale Erfahrungsaustausch ist, um die noch vergleichsweise junge Technik noch stärker zu etablieren

  • Agri-PV etabliert sich in Europa
  • Großes Potential im Obst-, Beeren- und Weinbau

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Keine Einkommenssteuer für PV-Anlagen bis 10 kW

Beitrag vom Solarenergieförderverein  Susanne Jung  07.06.2021

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat in einem Schreiben an die Oberen Landesbehörden der Länder festgestellt, dass für einen Betrieb von kleineren PV-Anlagen keine generelle Gewinnerzielungsabsicht nachweisbar ist. Die Solarstromerzeugung kann demnach als steuerlich unbeachtliche Liebhaberei deklariert und Einnahmen nicht mehr zwingend in der EInkommenssteuererklärung angegeben werden. Hintergrund dieser Entscheidung ist die Vereinfachung von Verwaltungsverfahren. Finanzämter sollen aufwändige, streitanfällige Ergebnisprognosen für die Beurteilung der Gewinnerzielungsabsicht bei kleinen PV-Anlagen zukünftig vermeiden dürfen.

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