Archiv der Kategorie ‘Elektromobilität‘

 
 

E-Fuels besser als E-Autos?

Eine Kritik von Götz Warnke

Studien zum klimaneutralen Autoverkehr der Zukunft gibt es viele – mal fundierte, mal originelle, mal kuriose, mal peinliche. Gerade kürzlich hat der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) eine solche vorgelegt, nach der auch die “gute” alte fossile Verbrennertechnik noch das Potential habe, deutlich zur CO2-Reduktion in der Mobilität beizutragen. Die u.U. schon von Autoabgasen benebelten Ingenieure haben dabei übersehen, dass es bei der bereits heute stattfindenden Klimakrise nicht mehr um eine CO2-Reduktion in der Mobilität, sondern um eine CO2-freie Mobilität geht. Und die ist mit Fossil-Fahrzeugen nun mal nicht machbar. Kein Wunder also, dass die automobile “Zukunftsmusik” heute eher bei Tesla und nicht mehr bei Audi, BMW oder Mercedes spielt.

Link zum Beitrag bei DGS vom 27.11.2020

900 Euro Zuschuss für private Ladestationen

Ab dem 24. November 2020 können bei der KfW Anträge für die staatliche Förderung von privaten Ladestationen gestellt werden. 900 Euro Zuschuss gibt es pro Ladepunkt.

Die Förderung kann sowohl von Eigenheim-Besitzern als auch Mietern und Vermietern in Anspruch genommen werden. Die förderfähigen Ladestationen müssen genau 11 Kilowatt Leistung liefern, Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen und steuerbar sein. Durch die Möglichkeit zur Steuerung lassen sich die Stationen so in das Stromnetz integrieren, dass dessen Stabilität jederzeit gewährleistet ist.

Wichtig: Der Kauf der Ladestation darf erst nach Antragstellung erfolgen. Der Zuschuss von 900 Euro wird ausgezahlt, nachdem die Installation nachgewiesen wurde. Neben dem Kaufpreis gehören Einbau, Anschluss und Installationsarbeiten zu den geförderten Kosten.

Weitere Infos:

Produktseite bei der KFW für das Förderprogramm „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“

Liste der förderfähigen Wallboxen

Opel startet die Produktion von Batteriezellen 2023

Artikel von EDISON vom 4..11.2020

Eine Million Akkus für Elektroautos will das französisch-deutsche Joint Venture Automotive Cells Company bis 2030 fertigen. Deutlich umweltfreundlicher als die Batterien aus asiatischer Produktion.

Das Ziel der Partner ist laut Pernot, hochwertige, nachhaltige und erschwingliche Batterien für den wachsenden Markt der Elektromobilität herzustellen. Aktuell seien diese noch zu teuer, erklärte er, ohne allerdings Zahlen zu nennen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. So sollen die Produkte unter anderem einen niedrigeren CO2-Abdruck als Akkus aus herkömmlicher Produktion aufweisen. Geplant werde einem CO2-Äquivalent von unter 60 Kilogramm CO2 pro kWh Speicherkapazität. Das seien 25 bis 35 Prozent weniger als der derzeitige Standard, so Pernot.

Wie Pernot ankündigte, werden die in den neuen Werken produzierten Lithium-Ionen-Akkus nur noch einen geringen Anteil der umstrittenen Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel enthalten und künftig komplett aus der Herstellung verschwinden. Fest eingeplant sei darüber hinaus die Entwicklung von Feststoffbatterien mit höherer Energiedichte und Lebensdauer.

Link zum Artikel

 

Plug-in-Hybrid-Studie: Diskrepanz bei Verbrauch und CO2-Ausstoß

Plug-in-Hybride sind in der deutschen Zulassungsstatistik aktuell erfolgreicher als reine Elektroautos. Für das Klima ist das nicht unbedingt eine gute Nachricht, wie nun in einer europaweiten Studie ermittelt wurde.

Vor allem als Dienstwagen sind die Plug-in-Hybride beliebt. Denn außer vom Umweltbonus profitieren Fahrer auch von einer verminderten Steuerbelastung. Umweltschützer kritisieren die starke Förderung des Antriebs-Mixes aus E-Motor und Verbrenner daher schon seit längerem. Die nun vorgelegten Ergebnisse auf Basis von über 100.000 realen Verbrauchsmessungen im Straßenverkehr belegen die Zweifel an der Umweltfreundlichkeit des Konzepts.

zum Artikel

Recht auf Wallbox im Mehrfamilienhaus

Ab dem 1. November 2020 haben die einzelnen Wohnungseigentümer grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass der Einbau einer Lademöglichkeit für ihr Elektrofahrzeug auf Gemeinschaftsflächen gestattet wird. Die Kosten für die Ein- und Umbaumaßnahmen trägt der jeweilige begünstigte Eigentümer. Somit kann jeder Wohnungseigentümer angemessene bauliche Veränderungen verlangen, um sein elektrisch betriebenes Fahrzeug zu laden, wozu Elektroautos, Plug-in-Hybride und E-Bikes zählen. Auch Mieter können von ihrem Vermieter verlangen, dass diese bauliche Veränderung zum Einbau einer Ladestation gestattet wird. In diesem Fall sind die Kosten vom Mieter zu tragen. Gemäß des bislang geltenden Wohnungseigentumsgesetz von 1951 müssen alle Wohnungseigentümer derartigen baulichen Maßnahmen zustimmen. Hierbei werden die aktuellen Anforderungen, die durch den Ausbau der Elektromobilität entstehen, nicht berücksichtigt.

Was der Gesetzesentwurf noch nicht ausreichend definiert ist, wer der Träger der eventuell entstehenden Allgemeinkosten für eine Erweiterung des Netzanschlusses ist. Eine derartige Erweiterung ist notwendig, wenn die vorhandene Netzanschlussleistung für die zu installierenden Ladepunkte nicht ausreicht. Ist also für einen zusätzlichen Ladepunkt auch eine Erweiterung des Netzanschlusses notwendig, so würden nach aktuellem Gesetzesentwurf diese Kosten auf den Eigentümer/Mieter zurückfallen, der jene Ladestation installieren möchte.

zum Beitrag von The Mobility House

Neue Studie: Besser Synfuels statt Elektroautos

Die Klimabilanz der Stromer ist falsch berechnet, behaupten ehemalige Automanager in einer Studie. Sie raten deshalb zu einer stärkeren Förderung synthetischer Kraftstoffe.

Wer ein Elektroauto besitzt, kann sich sicher sein, moralisch auf der besseren Seite zu stehen. Falsch – besagt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Stahl Automotive Consulting (SAC) aus Grünwald bei München. Befürworter der Elektromobilität unterlägen einer Illusion, warnt in der Studie der ehemalige BMW-Manager Martin Stahl, der SAC 2011 gründete. Denn die vermeintlich positive Klimabilanz von Elektroautos beruhe auf falschen Annahmen. Besser für die Umwelt wäre es, die Produktion von synthetischen Kraftstoffen zu beschleunigen.

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Was die Studie nicht benennt

Klimaneutral und günstig für die Autoindustrie – das klingt gut. Doch auch Synfuels sind umstritten. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung ifeu etwa hat untersucht, ob die Herstellung der Umwelt schadet. Ihr Ergebnis: Synthetische Energieträger hätten das Potential Treibhausgase einzusparen, aber selbst bei hundertprozentiger Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen bestünde die Gefahr, dass Luft, Gewässer und Umwelt stärker belastet werden.

Die Produktion des Kraftstoffs ist sehr energieintensiv, der Wirkungsgrad der Antriebe entsprechend gering. In der SAC-Stude wird der Aspekt nur mit einem Satz erwähnt: „Setzt man erneuerbare Energien vor allem in sonnenreichen Gebieten ein, um diese Kraftstoffe zu erzeugen, wird der Effizienznachteil mehr als ausgeglichen.“

Bei der Herstellung von Synfuel bleiben von 100 Prozent der investierten Energie laut Hochrechnungen nur zwei Prozent übrig, die als Treibstoff dienen können. Der Rest geht auf dem Produktionsweg verloren.

Wirtschaftlich würde es in Szenarien erst, wenn der Öko-Sprit in sonnenreichen Gebieten Afrikas wie in Ghana oder im Senegal mit Hilfe von Fotovoltaik gewonnen wird. Der Aufbau der Produktionsanlagen in diesen Ländern sowie der Logistik würde allerdings Milliardensummen verschlingen. Gäbe es in diesem Ausmaß Fotovoltaik-Anlagen, könnte die gewonnene Energie ebenso gut in Elektroantriebe fließen – mit einem niedrigeren Energieverlust.

zum Beitrag von Edison

 

Next Kraftwerke erschließt Flexibilität von Elektrofahrzeugen für das niederländische Stromnetz

Veröffentlicht am 9. September 2020

Next Kraftwerke und Jedlix, Anbieter einer V2G (kurz für Vehicle-to-grid) Integrationsplattform, bieten seit Anfang August Sekundärreserve (aFRR) für das niederländische Stromnetz an. Dazu nutzen sie einen Pool von Elektrofahrzeugen (EVs). Die Fahrer der EVs geben ihre Ladepräferenzen auf der von Jedlix entwickelten App an. Mit Hilfe von Flottenintelligenz werden die Fahrzeuge dann in das Virtuelle Kraftwerk (VPP) von Next Kraftwerke integriert und ihre Flexibilität wird als aFRR-Leistung dem niederländischen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) TenneT angeboten. Anbieter von aFRR müssen in der Lage sein, die Leistung ihrer Anlagen schnell zu aktivieren und kontinuierlich anzupassen, da sich die Netzfrequenz schnell ändern kann. Sobald größere Netzschwankungen auftreten, stoppt oder startet Next Kraftwerke den Ladevorgang der EVs, um einem Stromdefizit oder einem Stromüberschuss entgegenzuwirken.

Link zum Artikel

Private Ladeinfrastruktur: Bund fördert erstmalig Kauf und Installation privater Ladestationen

Berlin, 6. Oktober 2020 – Heute hat Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, bei der Eröffnung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH bekanntgegeben, dass erstmals auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden gefördert werden.

Andreas Scheuer: „Ab sofort fördern wir Mietern, Eigenheimbesitzern und Vermietern den Einbau privater Ladestationen auf ihren Pkw-Stellplätzen. 900 Euro Zuschuss gibt es dafür vom Bund. Damit kommen wir unserem Ziel, Laden für alle, immer und überall, einen ent-scheidenden Schritt näher. Denn ein großer Teil der Ladevorgänge wird daheim stattfinden. Mit unserem Masterplan Ladeinfrastruktur schaffen wir eine flächendeckende Versorgung. Die heute eröffnete Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur sorgt für die schnelle Umsetzung.“

Zur Förderung:

Wer kann Anträge stellen? 
Träger von Investitionsmaßnahmen zur Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäu-den. Träger von Investitionsmaßnahmen sind zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungs-eigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bau-träger. Nicht antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselb-ständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Kirchen.

Was wird gefördert?

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter “Wie wird gefördert?”) an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.:

  • die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt,
  • der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt,
  • die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit)

Wie wird gefördert? 
Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens auf Ihr Bankkonto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Anträge können ab dem 24. November 2020 bei der KfW eingereicht werden. Ausführliche Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren finden Sie unter www.kfw.de/440.

Grünes Licht für private Wallboxen in Wohnanlagen

Wohnungseigentümer und Mieter haben künftig Anspruch auf eine Lademöglichkeit für ihr Elektroauto. Die Kosten für den Anschluss müssen sie allerdings selbst tragen, beschloss der Bundestag.

Beitrag von Edison 18.9.2020 hier lesen

Sieben Gründe, die für den Brennstoffzellenantrieb sprechen

 

Artikel von Next Mobility News

Die E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein, um die CO2-Emissionen des Verkehrs zu senken. Aber wie wirtschaftlich ist es, auch Schwerlast-Lkw über lange Distanzen rein batterieelektrisch zu betreiben? Trotzdem werden auch 40-Tonner zeitnah über tausend Kilometer rein elektrisch unterwegs sein. Der Schlüssel dazu liegt im Brennstoffzellenantrieb.

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