Archiv der Kategorie ‘Elektromobilität‘

 
 

QuantumScape: Pilotproduktion von Festkörperakkus

Artikel bei Energload vom 5.3.2021

Im Dezember hat QuantumScape eine revolutionäre Festkörperbatterie angekündigt. Als nächstes baut der kalifornische Hersteller eine Pilotfertigung auf, die der Grundstein für die Serienproduktion der Akkus ist.

QuantumScape ist nach eigener Aussage der erste Hersteller, der alle aktuellen Probleme von Festkörperakkus gelöst hat. Die Technologie ist noch nicht serienreif, doch weltweit läuft ein Wettbewerb um die erste marktfähige Festkörperbatterie. QuantumScape wird dabei unter anderem von Volkswagen unterstützt.

Die Festkörperakkus von QuantumScape können die Reichweite von Elektroautos angeblich um bis zu 80 Prozent verbessern. Sie lassen sich in 15 Minuten auf 80 Prozent laden und halten zudem extremer Hitze stand, ohne in Brand zu geraten. Auch bei minus 30 Grad arbeiten sie ohne großen Leistungsverlust. Vor allem die hohe Zyklenfestigkeit ist spannend – QuantumScape stellt nach 800 Zyklen eine verbleibende Kapazität von mehr als 80 Prozent in Aussicht. Die niedrige Zyklenfestigkeit war bisher einer der größten Nachteile von Festkörperakkus. QuantumScape nutzt einen keramischen Separator, der dieses Problem lösen soll.

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Das Wasserstoffauto hat keine Chance gegen Akkus: Das sind die Gründe

Immer wieder werden Diskussionen laut, ob nicht etwa Wasserstoff die richtige Energie-Speichertechnik für die Elektromobilität sei. EFAHRER.com erklärt die wichtigsten Infos rund um die Brennstoffzelle.

Wasserstoff – ein toller Energieträger

Ohne Zweifel: Wasserstoff ist ein toller Energieträger. Zur Herstellung von Wasserstoff benötigt man Wasser und elektrischen Strom, bei der Nutzung des Wasserstoffs durch Verbrennung oder in einer Brennstoffzelle entsteht als Abfallprodukt wieder Wasser. Wasserstoff lässt sich beliebig lange in beliebig großen Tanks lagern, und die gravimetrische Speicherdichte ist sehr hoch: Der Brennwert von einem Kilogramm Wasserstoff liegt bei 33 Kilowattstunden, also bei mehr als dem Dreifachen des Energiegehalts von einem Liter Benzin oder Diesel.

Aber es gibt mehrere gravierende Probleme bzw. Nachteile

Transport und Lagerung sind energieaufwendig

Vereisende Zapfhähne, langsamer Druckaufbau

Mehr als sechs Autos pro Stunde kann eine solche Tankanlage (die mit rund einer Million Euro pro Installation sehr teuer ist) deshalb nicht abfertigen.

Kernproblem Wirkungsgrad

Während ein Elektro-Auto mit Akku-Technik dazu in der Lage ist, über 75 Prozent der elektrischen Energie, die in einer Windkraft- oder Photovoltaik-Anlage erzeugt worden ist, in Vortrieb umzusetzen, bleiben bei der Kette vom Strom über die Wasserstofferzeugung per Elektrolyse, die Kompression (oder Kühlung), den Transport, die Tankanlage, die Brennstoffzelle und den Puffer-Akku im Auto nur gut 25 bis 30 Prozent der Energie übrig. Das bedeutet, dass für Wasserstoffmobilität pro Kilometer mehr als die dreifache Strom-Menge notwendig ist, also auch dreimal so viele Windkraft- oder Solaranlagen gebaut werden müssten.

Akkus entwickeln sich schneller weiter als Brennstoffzellen

Wasserstoff im stationären Einsatz

Wasserstoff kann und muss eine ganz andere Karriere machen: Zum Beispiel kann das Gas, das zu Überproduktionszeiten von erneuerbarem Strom erzeugt worden ist, direkt in der Stahlverhüttung eingesetzt werden und dort Kohle ersetzen. Das CO2-Einsparpotenzial pro eingesetztem Kilogramm Wasserstoff ist viel größer als beim Brennstoffzellenauto, der technische Aufwand dabei relativ gering.

Link zm Artikel bei EFahrer-com

Power2Drive Europe 2021: Europa übernimmt Führung bei Elektrofahrzeugen

München/Pforzheim, 04. Februar 2021 – Fast 1,4 Millionen batterieelektrische Autos (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) wurden 2020 in Europa zugelassen, so die neuesten Zahlen von EV-Volumes, der Datenbank für Informationen rund um batterieelektrische Fahrzeuge. Das sind 137 Prozent mehr als 2019. Und das in einem Gesamtfahrzeugmarkt, der im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent rückläufig war. Damit hat Europa China als Wachstumsmotor der E-Mobilität abgelöst. Auf der Power2Drive Europe 2021 trifft sich das „Who-is-Who“ der Branche im Bereich E-Fahrzeuge und intelligente Ladelösungen. Unter dem Motto „Charging the future of mobility“ findet die Fachmesse vom 21. bis 23.Juli 2021 im Rahmen von The smarter E Europe auf der Messe München statt.

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Batterie-Recycling: VW lässt Pilotanlage hochlaufen

Im VW-Werk Salzgitter beginnt eine Pilotanlage mit der Rückgewinnung wertvoller Materialien aus den Lithium-Ionen-Batterien. Bis zum großindustriellen Recycling dauert es noch. Wie fast überall in der Branche.

Auch die Firmen BMW, Daimler und Tesla investieren jerzt schon in das Recycling von LiIon Autobatterieen, was wichtig ist, wenn in größerem Maßstab auch nach einem evebtuellen Second Life als Energiespeicher anfallen.

Link zum Artikel bei Edison

 

Natrium-Ionen-Akku: Ist der Durchbruch gelungen?

In der Batterieforschung wird Natrium zur echten Alternative für Lithium. Forscher auf der ganzen Welt feiern Fortschritte beim Natrium-Ionen-Akku.

Von Dr. Klaus Decken   
Seit langem sind Lithium-Ionen-Akkus die führende Akku-Technologie, und sie werden ständig weiterentwickelt. Sie sind allerdings durch knappe Rohstoffe begrenzt und deshalb relativ teuer. Jetzt könnte es eine echte Alternative geben: Wie Golem berichtet, haben eine ganze Reihe Forscher echte Durchbrüche bei Natrium-Ionen-Akkus erzielt.Vielversprechende VeröffentlichungenKochsalz statt Lithium: Natrium-Ionen-Akkus basieren auf günstigen und gut verfügbaren Rohstoffen. Ihre Anoden enthalten kein Kobalt und können aus Biomasse hergestellt werden. Das heißt, wenn Natrium-Ionen-Akkus bei der Energiedichte und Lebensdauer noch näher an Lithium-Ionen-Akkus herankommen, wäre ein günstiger und umweltfreundlicher Akku in greifbarer Nähe. Und es scheint nach jahrelanger Forschungsarbeit jetzt endlich soweit zu sein, wie diverse Veröffentlichungen zeigen.

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Ist Sun-to-X besser als Power-to-X?

Sonnenenergie direkt nutzen, um CO₂-neutrale Treibstoffe zu produzieren: So funktioniert Sun-to-X. Ein Pionier auf diesem Feld ist das Schweizer Startup Synhelion, das in naher Zukunft den Flughafen Zürich mit «Solar-Kerosin» beliefern will. Was sind die Vorteile der Technik und wie schlägt sie sich im Vergleich mit der bekannteren Variante Power-to-X?

Solar Fuels: Alternative zum Elektroantrieb

Konkret ist das zum Beispiel die Flugbranche. Da flüssige Treibstoffe über eine 30 bis 80 Mal höhere Energiedichte als Batterien verfügen, ermöglichen sie bei gleichem Gewicht eine wesentlich grössere Reichweite. Anders formuliert: Dieselbe Reichweite mit Batterien zu gewährleisten, wäre mit einem deutlich höheren Gewicht verbunden – einem zu hohen Gewicht, als dass das Flugzeug noch abheben könnte. Eine Elektrifizierung ist folglich insbesondere im Langstreckenbereich kaum realisierbar. Synthetische Treibstoffe sind daher die beste Option, um den CO2-Ausstoss der Luftfahrtbranche zu reduzieren.

Auch ein Schweizer Unternehmen mischt dabei an vorderster Front mit: das ETH-Spinoff Synhelion.

Artikel bei Energie Experten  ,  Zum Beitrag auf Youtube

E-Fuels besser als E-Autos?

Eine Kritik von Götz Warnke

Studien zum klimaneutralen Autoverkehr der Zukunft gibt es viele – mal fundierte, mal originelle, mal kuriose, mal peinliche. Gerade kürzlich hat der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) eine solche vorgelegt, nach der auch die “gute” alte fossile Verbrennertechnik noch das Potential habe, deutlich zur CO2-Reduktion in der Mobilität beizutragen. Die u.U. schon von Autoabgasen benebelten Ingenieure haben dabei übersehen, dass es bei der bereits heute stattfindenden Klimakrise nicht mehr um eine CO2-Reduktion in der Mobilität, sondern um eine CO2-freie Mobilität geht. Und die ist mit Fossil-Fahrzeugen nun mal nicht machbar. Kein Wunder also, dass die automobile “Zukunftsmusik” heute eher bei Tesla und nicht mehr bei Audi, BMW oder Mercedes spielt.

Link zum Beitrag bei DGS vom 27.11.2020

900 Euro Zuschuss für private Ladestationen

Ab dem 24. November 2020 können bei der KfW Anträge für die staatliche Förderung von privaten Ladestationen gestellt werden. 900 Euro Zuschuss gibt es pro Ladepunkt.

Die Förderung kann sowohl von Eigenheim-Besitzern als auch Mietern und Vermietern in Anspruch genommen werden. Die förderfähigen Ladestationen müssen genau 11 Kilowatt Leistung liefern, Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen und steuerbar sein. Durch die Möglichkeit zur Steuerung lassen sich die Stationen so in das Stromnetz integrieren, dass dessen Stabilität jederzeit gewährleistet ist.

Wichtig: Der Kauf der Ladestation darf erst nach Antragstellung erfolgen. Der Zuschuss von 900 Euro wird ausgezahlt, nachdem die Installation nachgewiesen wurde. Neben dem Kaufpreis gehören Einbau, Anschluss und Installationsarbeiten zu den geförderten Kosten.

Weitere Infos:

Produktseite bei der KFW für das Förderprogramm „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“

Liste der förderfähigen Wallboxen

Opel startet die Produktion von Batteriezellen 2023

Artikel von EDISON vom 4..11.2020

Eine Million Akkus für Elektroautos will das französisch-deutsche Joint Venture Automotive Cells Company bis 2030 fertigen. Deutlich umweltfreundlicher als die Batterien aus asiatischer Produktion.

Das Ziel der Partner ist laut Pernot, hochwertige, nachhaltige und erschwingliche Batterien für den wachsenden Markt der Elektromobilität herzustellen. Aktuell seien diese noch zu teuer, erklärte er, ohne allerdings Zahlen zu nennen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. So sollen die Produkte unter anderem einen niedrigeren CO2-Abdruck als Akkus aus herkömmlicher Produktion aufweisen. Geplant werde einem CO2-Äquivalent von unter 60 Kilogramm CO2 pro kWh Speicherkapazität. Das seien 25 bis 35 Prozent weniger als der derzeitige Standard, so Pernot.

Wie Pernot ankündigte, werden die in den neuen Werken produzierten Lithium-Ionen-Akkus nur noch einen geringen Anteil der umstrittenen Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel enthalten und künftig komplett aus der Herstellung verschwinden. Fest eingeplant sei darüber hinaus die Entwicklung von Feststoffbatterien mit höherer Energiedichte und Lebensdauer.

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Plug-in-Hybrid-Studie: Diskrepanz bei Verbrauch und CO2-Ausstoß

Plug-in-Hybride sind in der deutschen Zulassungsstatistik aktuell erfolgreicher als reine Elektroautos. Für das Klima ist das nicht unbedingt eine gute Nachricht, wie nun in einer europaweiten Studie ermittelt wurde.

Vor allem als Dienstwagen sind die Plug-in-Hybride beliebt. Denn außer vom Umweltbonus profitieren Fahrer auch von einer verminderten Steuerbelastung. Umweltschützer kritisieren die starke Förderung des Antriebs-Mixes aus E-Motor und Verbrenner daher schon seit längerem. Die nun vorgelegten Ergebnisse auf Basis von über 100.000 realen Verbrauchsmessungen im Straßenverkehr belegen die Zweifel an der Umweltfreundlichkeit des Konzepts.

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